Corona wirkt sich aus – Zuschüsse erhalten

Prämie für die Mitarbeiter der Bad Hersfelder Vitalisklinik

Haben die Zahlen im Blick: Geschäftsführer Klaus Schnettger, Aufsichtsrat Gunter Grimm und Chefarzt Prof. Dr. Hermann-Joachim Glaser.
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Haben die Zahlen im Blick: Geschäftsführer Klaus Schnettger, Aufsichtsrat Gunter Grimm und Chefarzt Prof. Dr. Hermann-Joachim Glaser.

Wirtschaftlich von der Corona-Pandemie getroffen ist auch die Vitalisklinik in Bad Hersfeld. Ein negatives Betriebsergebnis kann aber voraussichtlich vermieden werden.

Bad Hersfeld – Über die aktuelle Situation und die Prognose informierte der Geschäftsführer der Vitalisklinik Bad Hersfeld GmbH, Klaus Schnettger, kürzlich den Aufsichtsrat.

Die Belegungssituation der Klinik und des Rehabilitationszentrums für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten sei mit Beginn der Pandemie im März deutlich unter 50 Prozent gesunken. In der zweiten Jahreshälfte konnte die Versorgung der Rehabilitanden, unter besonders strengen Hygienevorgaben durch die Klinikleitung mit Chefarzt Prof. Dr. Hermann-Joachim Glaser aber sukzessive wieder auf eine übliche Belegungssituation organisiert werden, heißt es. Dank der seit Mitte März geltenden strengen Hygieneauflagen hätten zudem Infektionen mit dem Coronavirus bisher verhindert werden können – in der Klinik, bei den Rehabilitanden und den Mitarbeitern.

Die Klinik nimmt nur Patienten auf, die einen aktuellen negativen Test nachweisen können. Für Mitarbeiter stehen Schnelltests zur Verfügung, die regelmäßig bedarfsorientiert angewendet würden. Finanziell unterstützt wurde die Klinik über das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG). Auf dieser Grundlage, die wirtschaftliche Verluste oder gar Insolvenzen durch den pandemiebedingten Belegungsrückgang in den Rehakliniken abwenden soll, wurde auch die wirtschaftliche Lage der Vitalisklinik stabilisiert, teilen die Verantwortlichen mit.

Mit der finanziellen Unterstützung konnten die gestiegenen Kosten für persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter, Kostensteigerungen für Desinfektionsmittel, Mund-Nasenschutz, Schutzkittel und -handschuhe finanziert beziehungsweise ausgeglichen werden. Die zusätzlichen Kosten für Laboruntersuchungen (PCR-Test) sowie die Beschaffung von Schnelltests für Mitarbeiter habe die Ausgabeseite bei fehlenden Einnahmen zusätzlich belastet. Durch die bewilligten Zuschüsse und die in den ersten Monaten sowie in der zweiten Jahreshälfte erreichten Ertragssituationen werde auch unter den wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen ein negatives Betriebsergebnis aber vermieden werden können.

Um das Engagement der Mitarbeiter und die zusätzlichen Belastungen in der Klinik wertzuschätzen, hat die Geschäftsführung vorgeschlagen, eine Corona-Prämie auszuzahlen. Neben der Prämie, deren Höhe in Relation des Beschäftigungsumfanges im Jahr 2020 und der Weiterbeschäftigung im Jahr 2021 steht, wurden außerdem noch bis zu drei zusätzliche freie Arbeitstage gewährt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag ausdrücklich befürwortet.  red/nm

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