Mehr zum Thema: Streit um die Ausstattung der Rettungsleitstelle

Hilfe für Helfer gefordert

Die Leitstelle: Maik Miltenberger (stehend) und Helmar Klippert koordinieren den Einsatz von Rettungskräften. Das Foto entstand bereits im vergangenen Jahr. Archivfoto: Meyer

Bad Hersfeld. Elke Künholz steht nicht allein da mit ihrer Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Rettungsleitstelle des Landkreises.

Ein Feuerwehr-Insider, der nicht namentlich genannt werden will, pflichtet der Ersten Kreisbeigeordneten und Landratskandidatin bei: „Bei großen Lagen ist die Abstimmung unter den Mitarbeitern schwierig“, sagt er gegenüber unserer Zeitung.

Die Funktechnik sei top, die Computer auf dem aktuellen Stand. Doch die Arbeitsplätze seien schlecht angeordnet. In der eigentlichen Leitstelle, die die tagtägliche Arbeit erledigt, sitzen zwei Mitarbeiter. Bei größeren Einsätzen wie dem Busunglück oder schweren Unwettern hingegen werden weitere Plätze besetzt, um den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten zu koordinieren.

Der dritte Platz ist etwas abgesetzt, die weiteren sogar in der separaten Katastrophenschutz-Zentrale. Das mache es schwer, untereinander den Überblick zu behalten, wer gerade was unternimmt. Zumal es keine große, interaktive Übersicht gebe, etwa einen Großbildschirm oder eine Leinwand, auf der computergestützt die aktuelle Lage angezeigt wird.

Aufteilung ist gewollt

„Wir kommen mit den derzeitigen Mitteln gut aus“, erwidert der Fachdienstleiter Brandschutz im Landratsamt, Dieter Pfaff, auf Nachfrage. Wegen der aktuellen Umstellung auf Digitalfunk werde auch für rund 100 000 Euro die Computersoftware umgestellt. Dann könne womöglich auch so eine Übersicht nachgerüstet werden – wenn das sinnvoll sei, sagt Pfaff.

Er widerspricht aber, dass eine andere Aufteilung mit allen Arbeitsplätzen in einem Raum sinnvoll sei. „Wenn eine große Schadenslage länger dauert, dann muss die Leitstelle ja ihre reguläre Arbeit ungestört weitermachen“, sagt Pfaff. Deshalb sei die Trennung in Leitstelle und Katastrophenschutzzentrum sogar extra gewollt. (mcj)

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