Herkunft der Tiere ist unklar

Rinder machten es sich in Eichhofsiedlung bequem

Ungebetene Gäste: Da staunten die Bewohner der Sudetenstraße nicht schlecht, als am Montagmittag plötzlich mehrere Rinder die Straße hoch marschierten und es sich anschließend in den Vorgärten bequem machten. Foto: Müller/nh

Bad Hersfeld. Tierischen Besuch hatten am Montag die Bewohner der Sudentenstraße in der Eichhofsiedlung.

Gleich mehrere Rinder marschierten durch die Straße und ließen es sich unter anderem in den Vorgärten schmecken. An Hortensien und Rosensträuchern machten sich die ungebetenen Gäste zu schaffen.

Von einem lauten „Muh“ war Juliana Müller aufgeschreckt worden, die den Rinderauflauf auch gleich mit der Kamera festhielt. Beim Blick aus dem Fenster habe sie die Tiere zunächst in Nachbars Garten erspäht. Insgesamt zehn Tiere habe sie gezählt. Nicht nur ihre Familie, auch viele weitere Anwohner wohnten dem Spektakel bei. Die Polizei wurde alarmiert, die zeitweise mit zwei Streifen vor Ort war und dabei half, dass die Tiere nicht auf die Autobahn 4 oder die viel befahrene Bundesstraße 62 liefen, wie ein Sprecher berichtete.

(K)Eine Seltenheit

Zwar sind solche tierischen Ausbrüche in ländlicher Umgebung keine Seltenheit, in der Eichhofsiedlung habe sie so etwas aber noch nicht erlebt, berichtete Müller von der für sie ungewöhnlichen Begebenheit. „Es war das erste Mal, dass bei uns ein Rind im Garten stand“, so die junge Frau lachend.

Woher genau die Rinder kamen, ist unklar. Laut Polizei sind die Tiere am Landwirtschaftszentrum Eichhof ausgebüxt, dort gaben auf HZ-Nachfrage allerdings gleich drei Bedienstete an, dass es sich nicht um ihre Tiere handele. Auch ein ins Gespräch gebrachter und zum „Tatort“ geeilter Landwirt aus Asbach verneint den Besitz. „So viele Tiere haben wir in der Gegend gar nicht“, erklärte er einen Tag später am Telefon. Weitere Einzelheiten zur Herkunft der Rinder konnte aber auch er nicht nennen.

Juliana Müller will beobachtet haben, wie die Tiere schließlich Richtung Schlesische Straße liefen und dort auf einer Rasenfläche zusammengetrieben wurden. Von wem auch immer die Tiere nun kamen und wohin sie zurück gebracht wurden; bis auf die abgefressenen Pflanzen gab es offenbar keine größeren Schäden, verletzt wurde ebenfalls niemand.

Von dem tierischen Besuch in der Eichhof-Siedlung zeugten letzlich nur noch die Hinterlassenschaften der Rinder.

Diese waren übrigens nicht die einzigen tierischen Ausbrecher am Montag. Gegen 8.50 Uhr hatte eine Anruferin die Polizei darüber informiert, dass auf der B 62 zwischen Malkomes und Friedewald zwei Schafe umherliefen. Nachdem der Halter der Tiere ermittelt worden war, konnte dieser seine Vierbeiner schnell wieder einfangen und zurück auf die vorgesehene Wiese bringen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.