Defekt wurde laut EAM-Sprecherin im Umspannwerk Hersfeld lokalisiert

Rund 14.100 Bürger waren vom abendliche Stromausfall betroffen

Bad Hersfeld. Nichts ging mehr: Etwa 14.100 Einwohner im Altkreis Hersfeld waren laut EAM am Mittwochabend von dem großen Stromausfall betroffen.

Zu der Unterbrechung in der Stromversorgung in der Zeit von 17.42 Uhr bis 18.15 Uhr habe vermutlich ein technischer Defekt im vorgelagerten 110-kV-Hochspannungsnetz geführt, teilte Sandra Hübner, Kommunikation und Geschäftsführungsbüro EAM/Energie aus der Mitte, mit. Der Defekt sei im Umspannwerk Hersfeld lokalisiert worden, hieß es am Tag danach. Die Arbeiten zur genauen Fehlerermittlung dauerten auch am Donnerstag noch an.

Das Umspannwerk Hersfeld wird von der Avacon als vorgelagerten Netzbetreiber betrieben, genauso wie die 110-kV-Hochspannungsleitungen, die zum Umspannwerk führen. Im Umspannwerk wird die 110-kV-Hochspannung auf 20-kV-Mittelspannung transformiert und in das Netz der Energie Netz Mitte, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der EAM, übernommen. Von dort wird die Energie über das Verteilnetz der Energie Netz Mitte in die Ortsnetzstationen und damit an die Kunden verteilt.

Bei der Ermittlung der Fehlerursache arbeiten die Mitarbeiter der Energie Netz Mitte mit den Mitarbeitern der Avacon zusammen, erklärte Hübner.

Definitiv ausgeschlossen werden könne, dass der neue Rewe in Ludwigsau Schuld am Stromausfall sei, entgegnete Sandra Hübner entsprechenden Gerüchten.

Betroffen waren von dem Stromausfall unter anderem die Gemeinden Hauneck, Ludwigsau, Friedewald, Niederaula, Neuenstein und Schenklengsfeld. Zudem hatte die Störung Auswirkung auf das Netz der Stadtwerke Bad Hersfeld. Von dort konnte Geschäftsführer Markus Gilbert allerdings keine besonderen Vorkommnisse nennen.

Mitarbeiter des regionalen Energieversorgers Energie Netz Mitte konnten laut Hübner nach der Lokalisierung des Fehlers die Störung durch umgehend eingeleitete Umschaltungen im Stromnetz beheben. Spätestens um 18.15 Uhr seien alle Netzkunden wieder versorgt gewesen.

Neben nicht mehr funktionierenden Ampeln, Kassensystemen und sonstigem gab es aber offenbar keine größeren Probleme. Vereinzelt sprangen Alarmanlagen an.

Bei Feuerwehr, Polizei und auch im Klinikum Bad Hersfeld habe die Notstromversorgung reibungslos funktioniert. Bis auf einen kleineren Einsatz wegen Rauchentwicklung aufgrund eines angesprungenen Notstromaggregats im Altenzentrum Hospital in Bad Hersfeld seien weder Feuerwehr noch Polizei besondere Vorkommnisse gemeldet worden, teilten diese auf Nachfrage mit.

Im Klinikum gibt es neben der Versorgung durch ein Notstromaggregat für das Haus eine lebenswichtige Besonderheit: alle lebenswichtigen Geräte werden batterieversorgt. "Wir sind für solche Fälle abgesichert", berichtete Werner Hampe, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. (red/nm)

Rubriklistenbild: © dpa

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