Bauwerk soll Akzent setzen

Schmuckstück überm Wasser - Neue Fuldabrücke in Bad Hersfeld freigegeben

Symbolische Freigabe: Jörg Pauli (Vollack), Andreas Schnubel (SBP), Bürgermeister Thomas Fehling, Erster Stadtrat Gunter Grimm, Michael Klemann und Fred Haschler (beide Bickhardt Bau, von links) griffen zur Schere.
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Symbolische Freigabe: Jörg Pauli (Vollack), Andreas Schnubel (SBP), Bürgermeister Thomas Fehling, Erster Stadtrat Gunter Grimm, Michael Klemann und Fred Haschler (beide Bickhardt Bau, von links) griffen gemeinsam zur Schere.

Nach unerwarteten Herausforderungen und manch schlafloser Nacht ist die neue Fuldabrücke für Fußgänger und Radfahrer in Bad Hersfeld offiziell in Betrieb genommen worden.

Bad Hersfeld - Von einem technischen Meisterwerk und einem wertvollen Baustein in der Fuldaaue, die als Naherholungsgebiet weiter entwickelt werden soll, sprach Bürgermeister Thomas Fehling im Beisein einiger Vertreter der beteiligten Firmen, der Stadt und der Kommunalpolitik. Die Brücke soll einen baulichen Akzent setzen, so Fehling, der das „schmucke“ Design des Bauwerks lobte. Von einem „extravaganten Entwurf“ sprach denn auch einer der ersten Nutzer kurz nach der Freigabe.

Die 81 Meter lange und rund drei Meter breite S-förmige einseitig aufgehängte Schrägseilbrücke ist die bislang einzige ihrer Art in Deutschland, wie Andreas Keil und Andreas Schnubel vom Büro Schlaich Bergermann Partner (SBP) aus Stuttgart erläuterten. Ab Einbruch der Dunkelheit wird sie mit in den Handlauf integrierten LED-Lichtern beleuchtet, was vielen Passanten und auf der B 62 vorbeifahrenden Autofahrern in den vergangenen Tagen bereits aufgefallen war. Noch eingebaut werden sogenannte Schwingungsdämpfer, die erst nach der Fertigstellung individuell berechnet und produziert werden könnten.

Schlängelt sich s-förmig über die etwa 40 Meter breite Fulda: Die einseitig aufgehängte Schrägseilbrücke.

Doch die Brücke soll nicht nur schmuck aussehen, sie soll auch die „Eingangssituation“ aus Richtung Johannesberg verbessern und im Gegensatz zur in die Jahre gekommenen Rialtobrücke vor allem barrierefrei sein. Solange diese noch betriebssicher ist, bleibt sie trotzdem bestehen. Erst am Ende ihrer „technisch sicheren Lebensdauer“ kommt laut Fehling ein Abriss in Frage. Neu geplant und verbessert werden soll beizeiten auch noch der nahegelegene Parkplatz an der Straßenbrücke der B 62.

Die 2,3 Millionen Euro teure neue Brücke ist ein Hessentagsprojekt und wurde als solches mit einer Million Euro gefördert. Mit den Bauarbeiten war im November 2020 begonnen worden (wir berichteten). Das erste von drei Bauteilen war dann Anfang Juni per Kran eingehoben worden. Für den Bau hatten die Firmen Bickhardt Bau und Stahlbau Vollack eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Beteiligt waren aber auch noch viele weitere Partner. Die Projektleitung seitens der Stadt hatte Johannes van Horrick inne. Für Verzögerungen hatten unter anderem Hochwasser und ein zunächst unbekanntes Kabel gesorgt. (Nadine Meier-Maaz)

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