Ein (gutes) Bild, sagt oft mehr als tausend Worte

Schnappschüsse aus England: Fotoausstellung der Malmesbury-Snappers im Kurhaus

Die Abtei und die Rumpelkammer: Die Ausstellungsorganisatoren Friedhelm Fett (links) und Heinz-Jörg Kretschmer vor zwei der Aufnahmen mit ganz eigenem Bildwitz.
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Die Abtei und die Rumpelkammer: Die Ausstellungsorganisatoren Friedhelm Fett (links) und Heinz-Jörg Kretschmer vor zwei der Aufnahmen mit ganz eigenem Bildwitz.

Schnappschüsse aus England werden in einer Fotoausstellung der Malmesbury-Snappers im Bad Hersfelder Kurhaus gezeigt.

Bad Hersfeld – Ein (gutes) Bild, sagt oft mehr als tausend Worte. Dieses alte Sprichwort bewahrheitet sich auch bei der Fotoausstellung der „Malmesbury Snappers“ in der Wandelhalle des Kurparks, die am Freitagabend eröffnet wurde und bis Anfang November zu sehen ist.

Gezeigt werden sowohl Profi-Fotos als auch die Aufnahmen von Amateuren, des Fotoclubs, der eigentlich eine Online-Gruppe ist, seit acht Jahren besteht und über 450 Mitglieder, nicht nur aus Malmesbury, der englischen Heimat von Stiftsgründer Lullus hat. Auch Heinz-Jörg Kretschmer, Vorsitzender des Vereins „Friends of Malmesbury“ gehört zu den „Snappers“. Steve Berrow, der Gründer der Snapper-Gruppe, wollte „weg vom vermufften Pullover- und Bartträgerstil britischer Fotoclubs“, wie Heinz-Jörg Kretscher zur Eröffnung der Ausstellung berichtete.

Vermufft sind die gezeigten großformatigen Bilder nun wirklich nicht. „Fotos von dieser Qualität würden wir in unserer Region nicht annähernd finden“, meinte Friedhelm Fett, Vorsitzender des Vereins „sehreich“ und Mitorganisator der Ausstellung. Er lobt die „aussagekräftige Präzision“ der Fotografien und lenkte das Augenmerk der Besucher vor allem auf „die intime Bereitschaft von Menschen, sich dem Fotografen zu öffnen“ – was oft das Schwierigste an einem guten Foto ist.

Die Bilder zeigen die Schönheit der Landschaft im Südwesten Englands, die Stadt Malmesburys mit seiner uralten Abtei, aber auch dessen Einwohner – oft mit einer Prise typisch englischem Humor. So zeigt ein „Postkartenfoto“ eine Stadtansicht von Malmesbury und das Bild daneben die Abstellkammer der alten Abtei in der die Devotionalien für den alljährlichen Festumzug gelagert werden.

Besonders aussagekräftig sind die Profi-Fotos von Rupert Barker, die einen großen Teil der Ausstellung einnehmen. Sie zeigen Menschen, zuweilen in typisch englisch und leicht skurril anmutenden Posen, aber auch verletzlich und zugleich stark. Sogar der Familienhund von Rupert Barker ist zu sehen.

Als Vertreterin des Magistrats freute sich die SPD-Stadträtin Aysegül Tas-Dogan das nach der langen Corona-Durststrecke nun endlich wieder Kunst und Kultur zu erleben sind. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Manuel Schmidtlein der Brit-Pop auf dem E-Piano spielte. (Kai A. Struthoff)

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