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Selbstsucht und sehr viel Hilfsbereitschaft

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Von: Christine Zacharias

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Christine Zacharias
Christine Zacharias © Maaz, Nadine

Immer wieder einmal gibt es Gerichtsverhandlungen, die uns als Berichterstatter besonders betroffen und ratlos machen. Die Verhandlungen gegen den hartnäckigen Stalker von Rotenburg gehören dazu.

Bad Hersfeld - Dieser Mann belästigt aus gekränkter Eitelkeit oder aus einem Besitzanspruch heraus seit inzwischen vier Jahren hartnäckig und rücksichtslos seine ehemalige Lebensgefährtin mit vielfältigen Nachstellungen. Er hat ihr ganz bewusst das Leben zur Hölle gemacht und sie in Todesangst versetzt. Mit dem Plan, die Frau nach Bulgarien zu entführen und sie da als eine Art Sexsklavin zu halten, hat er seinen Nachstellungen die Krone aufgesetzt. Wie so oft sind es gerade diejenigen, die selbst keinerlei Respekt vor Recht und Gesetz zeigen, die dann versuchen, die Möglichkeiten des deutschen Rechtssystems für sich auszunutzen. Keine Einsicht in die Folgen der Tat, in das Leid, das er seiner ehemaligen Partnerin und anderen Frauen angetan hat, keine Reue – nur der egoistische Versuch, seine Haftstrafe durch eine Berufung zu verkürzen. Jeder Monat, den der Stalker im Gefängnis sitzt, bedeutet für sein Opfer ein wenig Sicherheitsgefühl. „Wenn er rauskommt, kriegt er mich irgendwann“, befürchtet die verzweifelte Frau.

Beeindruckend ist dagegen die seit inzwischen vier Wochen anhaltende Hilfsbereitschaft und Unterstützung für die Menschen in der Ukraine. Nicht nur Geld- und Sachspenden gibt es in großer Zahl, sondern jede Menge Menschen, die ihre Zeit und Energie für vielfältige Hilfsaktionen zur Verfügung stellen, die ihre Häuser und Wohnungen öffnen und den geflüchteten Familien Obdach und oft auch Betreuung und Hilfe im Alltag zur Verfügung stellen. Viele von diesen Mut machenden und zu Herzen gehenden Geschichten haben wir schon erzählt, viele weitere werden folgen.

Auch wenn die Natur eigentlich dringend mal wieder einen hübschen hessischen Landregen bräuchte und der März bisher viel zu trocken ist, für Stimmung und Gemüt sind die wärmenden Sonnenstrahlen der letzten Wochen eine Wohltat. Endlich wieder raus ins Freie, in der Sonne spazierengehen, Kaffee trinken oder Fahrradfahren – all das macht bei schönem Wetter viel mehr Spaß. Radler werden sich zudem gefreut haben über die Nachricht, dass die Kläranlagen in Malkomes und Friedewald erneuert bzw. nach Bad Hersfeld angeschlossen werden sollen. Beide liegen nicht weit vom nächsten Radweg entfernt und sorgen mit allerlei unschönen Gerüchen für Unbehagen. Bis diese Pläne konkretisiert und umgesetzt sind, wird es aber noch dauern; die Radler brauchen also Geduld – in diesem Sommer auf jeden Fall.

Ein konkretes Datum gibt es aber für die Freunde des Schwimmens unter freiem Himmel in Bad Hersfeld. Das Freibad öffnet am 2. Mai und die Vorbereitungsarbeiten für die Saison haben bereits begonnen.

Noch nicht ganz konkret, aber doch absehbar ist das Datum für den geplanten Waldkindergarten in Bad Hersfeld. Die Genehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde sei beantragt, teilte Bürgermeister Thomas Fehling in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Soziales der Stadtverordnetenversammlung mit. Der Start sei möglicherweise schon Anfang Mai, sicher aber zum 1. Juni möglich. Der Magistrat habe in seiner jüngsten Sitzung einen Fördervertrag mit dem Verein, der den Waldkindergarten betreiben will, beschlossen.

Von Christine Zacharias

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