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TV Hersfeld besiegt Schlusslicht Lohfelden/Vollmarshausen sicher

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Bester Werfer im Trikot des TV Hersfeld: David Schikarski (hier im Spiel gegen gensungen/Felsberg II), der neunmal traf und dabei fünf Siebenmeter verwandelte.
Bester Werfer im Trikot des TV Hersfeld: David Schikarski (hier im Spiel gegen gensungen/Felsberg II), der neunmal traf und dabei fünf Siebenmeter verwandelte. © Stefan Kost-Siepl

Es war deutlich, und es war hochverdient: Mit 38:28 (19:14) besiegte Handball-Landesligist TV Hersfeld die HSG Lohfelden/Vollmarshausen und verschaffte sich damit Luft im Abstiegskampf. Die Hersfelder sind nun Viertletzter.

Bad Hersfeld – Der Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht, und das registrierten TVH-Trainer Christian Weiß wie auch die etwa 200 Zuschauer in der Geistalhalle, war kaum je gefährdet. 20 Minuten lang wogte die Partie mit leichten Vorteilen für die Gastgeber hin und her, dann setzten sich die Weiß-Schützlinge von 11:10 (21.) auf 19:14 zur Pause ab. Es war die Phase, in der die Gastgeber das Tempo anzogen, nachdem sie sich zunächst dem oft wenig zwingenden und im Abschluss unpräzisen Spiel der Lohfeldener angepasst hatten. Dann aber nahm insbesondere David Schikarski das Heft in die Hand, dirigierte das Spiel seiner Mannschaft, war auch vom Punkt ohne Fehler (9/5). Er glich damit aus, dass die Hersfelder kurzfristig auf den erkrankten Andreas Krause verzichten mussten, der nur auf der Bank saß.

Ebenfalls gehörigen Anteil am Erfolg hatte ein neuer Mann zwischen den Pfosten: Andreas Hohmann absolvierte sein erstes Spiel für den TVH in der Landesliga. „Er hat schon in der Jugend für uns gespielt, ist dann aber beruflich nach Südhessen gegangen“, erklärte Christian Weiß. Nach seiner Rückkehr nach Waldhessen habe er sich kürzlich beim TVH gemeldet. „Er hat ordentlichen Anteil an unserem Erfolg“, lobte der Trainer, der kurz nach der Pause erlebte, wie die Lohfeldener sich aufbäumten: Bis auf 22:25 (42.) kämpften sie sich heran; dabei sichtlich bemüht, Unruhe ins Hersfelder Spiel zu bringen. Doch weder davon, noch von den Rufen der Gästefans, die nahezu jeden Schiedsrichterpfiff gegen ihre Mannschaft mit wüsten Schimpftiraden quittierten, ließ sich der TVH von der Siegerstraße abbringen.

Im Gegenteil: Die Hausherren zogen das Tempo an. Lukas Berger und der nun bärenstarke Kreisläufer Marc Förtsch schraubten das Resultat wieder hoch. Von 31:26 (53.) auf 37:26 (58.) zog der TVH unaufhaltsam davon.

„Es war wichtig, dass wir so ein Spiel dann eben auch einmal deutlich und nicht mit einem oder zwei Toren gewinnen“, befand Christian Weiß. „In der Abwehr waren wir verbessert, aber ideal war das noch nicht“, resümierte er und lobte seine Mannschaft für eine tolle Teamleistung, aus der er Schikarski, Berger und Jonathan Kromm hervorhob.

TVH: Hohmann, Kürten - Kehl (1), Förtsch (6), Koch (1), Schikarski (9/5), Petersen (4), Becker (3), Wiegel (4), Thole (1), Kromm (1), Berger (8). Lohfelden/V.: Lohrbach, Jahn - Stein (7), Günther, Gummich (6/2), Merwar (5), J. Schmidt (1), Löber (3), D. Schmidt (1), Mohr, Beinhauer (3), Lamsbach (2).

(Rainer Henkel)

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