Standesamt ist großzügig

Sophie und Elias lösen Ben und Marie als beliebteste Vornamen im Kreis ab

Hersfeld-Rotenburg. Sophie und Elias waren 2015 die beliebtesten Vornamen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das zeigt die Statistik des Standesamts Bad Hersfeld, das alle Geburten im Klinikum beurkundet.

Ein Jahr zuvor waren Marie und Ben noch die häufigsten Namen gewesen. Bundesweit standen 2015 Mia und Ben an der Spitze der Statistik.

Insgesamt 965 Geburten beurkundete das Standesamt im vergangenen Jahr - das sind 51 mehr als noch 2014. 20 Mädchen erhielten den Namen Sophie, 14 Jungen wurden Elias genannt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mia und Noah sowie Marie und Ben. 2014 hatten Mia und Luca den zweiten Rang belegt, gefolgt von Lina und Elias.

Etwas abgenommen hat im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Kinder mit zwei Vornamen, dafür haben wieder mehr Kinder sogar drei Namen bekommen, nämlich 26 und damit zwölf mehr als 2014. Durch die Geburten von Flüchtlingskindern wurden in Bad Hersfeld vermehrt auch fremd klingende Vornamen beurkundet - wie Sifan, Shamyra, Artjom, Sidra, Sozdar, Dur-e-Sameen, Marwa oder Taha. Dabei handelt es sich unter anderen um syrische und eritreische Vornamen.

Ablehnen mussten der Leiter des Standesamts, Matthias Heyer, und seine Kollegen 2015 keinen Namen. „Das Standesamt ist großzügig und multikulturell geworden. Wir wollen uns nicht als Ordnungsbeamte aufspielen, sondern die Eltern beraten. Im Großen und Ganzen ist die Namensgebung lockerer geworden“, erklärt Heyer.

Es besteht im Übrigen die Möglichkeit, den Vornamen später ändern zu lassen. Von dieser kostenpflichtigen Änderung machen pro Jahr einige Personen Gebrauch.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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