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Stadtentwicklung Hersfeld: Wever-Projekt soll auf Teil-Fläche umgesetzt werden

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Zumindest in Teilen soll das Wever-Projekt noch umgesetzt werden: Zum kleineren Areal gehören die Gebäude rechts im Bild (Giant Store und Steuer-Kanzlei Knöppler) und die katholische Kirche. Links daneben geht es weiter zum Ex-Trox-Standort, der ebenfalls dazu gehört. Raus sind nun die Flächen der Kleiderwerke.
Zumindest in Teilen soll das Wever-Projekt noch umgesetzt werden: Zum kleineren Areal gehören die Gebäude rechts im Bild (Giant Store und Steuer-Kanzlei Knöppler) und die katholische Kirche. Links daneben geht es weiter zum Ex-Trox-Standort, der ebenfalls dazu gehört. Raus sind nun die Flächen der Kleiderwerke. © Laura Hellwig

Nachdem der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld im Februar das Stadtentwicklungsvorhaben auf dem Wever-Areal vorerst gestoppt hatte, soll nun wenigstens eine kleine Lösung umgesetzt werden.

Bad Hersfeld – Kleine Lösung statt keiner Lösung: Nachdem der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld im Februar das Stadtentwicklungsvorhaben auf dem Wever-Areal in der östlichen Innenstadt vorerst gestoppt hatte, soll nun wenigstens eine kleine Lösung umgesetzt werden.

Auf bereits erworbenen Teilflächen sollen unter anderem Wohnungen – inklusive sozialem Wohnungsbau – und eine weitere Kindertagesstätte entstehen. Ein Großteil der ursprünglich eingeplanten Fördermittel kann dabei voraussichtlich gesichert werden.

Das Wever-Projekt galt als wichtigstes Hessentagsprojekt. Aufgrund von nicht bezifferbaren Mehrkosten und Risiken für die Stadt sowie ungeklärten Fragen zu den Verträgen mit dem noch auf dem Gelände ansässigen Eigentümer der Kleiderwerke, die wie Trox umgesiedelt werden sollten, hatte der Magistrat jedoch die Reißleine gezogen. Die im Stadtparlament vertretenen Fraktionen hatten dafür Verständnis gezeigt (wir berichteten).

Der Plan ist nun, das bereits von der Firma Trox erworbenen Grundstück für „verdichtete Wohnbebauung“ zu nutzen, wobei die denkmalgeschützten Häuser besser in Szene gesetzt werden sollen. Neben der katholischen Kirche ist Platz für eine laut Stadt dringend benötigte weitere Kindertagesstätte ebenso wie für einen neuen Pfarrsaal mit Verwaltung und Sozialwohnungen.

So soll auch ein „guter Anschluss“ an den Schilde-Park gelingen. Über den neuen öffentlichen Platz an der Kirche soll es indes eine verpflichtende Zuwegung zur Schnetgöke GBR geben, deren Kosten die Stadt zu tragen hat.

Veränderungen soll es außerdem im Bereich des Giant Stores und der Steuer-Kanzlei Knöppler geben. Neben dem Fahrradgeschäft soll laut Johannes van Horrick, Leiter Technische Verwaltung, eine Radwerkstatt entstehen und die Kanzlei werde in die gelbe Villa umziehen, die gerade saniert wird. Im „Hochhaus“, dem aktuellen Standort, können dann ebenfalls Wohnungen und Büros entstehen.

Von den Fördermitteln aus dem Europäischem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) können voraussichtlich rund 1,6 Millionen Euro gesichert werden, wenn nun schnell ein dafür notwendiger Änderungsantrag eingereicht wird. Das Geld ist laut van Horrick für Erschließungs- und Abrissarbeiten nutzbar. Für den Bau einer neuen Kita könnte es darüber hinaus eventuell weitere Fördermöglichkeiten geben.

Der Magistrat hatte der Vorlage für die neue kleine Lösung bereits am Montag zugestimmt. Am Dienstagabend war die kleine Wever-Lösung nun Thema im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Klima. Heute steht sie auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses und in der kommenden Woche dann voraussichtlich auch in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung. (Nadine Meier-Maaz)

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