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Susanne Hofmann als Leiterin der Konrad-Duden-Schule Bad Hersfeld verabschiedet

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Von: Ute Janßen

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Auf Wiedersehen: Der Leiter des Staatlichen Schulamtes in Bebra, Eberhard Hohlbein, verabschiedete Susanne Hofmann in den Ruhestand.
Auf Wiedersehen: Der Leiter des Staatlichen Schulamtes in Bebra, Eberhard Hohlbein, verabschiedete Susanne Hofmann in den Ruhestand. © Ute Janßen

14 Jahre lang war Susanne Hofmann Leiterin der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld. Jetzt wurde sie in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

Bad Hersfeld – „Die Konrad-Duden-Schule ist wie ein großes Schiff“ – so sangen es die Konrad-Duden-Singer zu Beginn der Verabschiedung ihrer langjährigen Schulleiterin Susanne Hofmann. 14 Jahre lang, seit 2008 hatte Hofmann als Kapitänin auf der Kommandobrücke ihres – wie sie selbst sagte – „Traumschiffes“ gestanden. Nun wurde sie in Anwesenheit zahlreicher Gäste in der Aula der Konrad-Duden-Schule aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

In ihren Grußworten würdigten neben Hofmanns Leitungsteam-Kollegin Roswitha Giebel auch Markus Kauer vom Hessischen Kultusministerium, Kerstin Glende im Namen des Schulverbands, Timo Wichmann von der Musikschule des Landkreises, Andrea Exner als Vertreterin des Personalrats der Schule sowie Eberhard Hohlbein, der Direktor des Staatlichen Schulamtes in Bebra die Arbeit von Susanne Hofmann.

Sie sei eine prägende Lehrerpersönlichkeit gewesen, eine passionierte Pädagogin, die sich durch ihre Herzlichkeit und Bescheidenheit ausgezeichnet habe und die immer ein offenes Ohr für die Anliegen von Schülerinnen und Schülern sowie von Kooperationspartnern und Kollegiumsmitgliedern gehabt habe. Forschendes Lernen und Experimentieren sei ihr immer ein besonderes Anliegen gewesen. Besonders eindrucksvoll, darin stimmten alle Redner überein, sei Hofmanns Einsatz für Kunst und Kultur gewesen. Immerhin habe sie es erreicht, dass die Konrad-Duden-Schule eine von zunächst lediglich fünf hessischen Kulturschulen geworden sei. Mittlerweile habe sich deren Zahl vervielfacht. Susanne Hofmann habe einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, einen besonderen Freiraum für Kreativität geschaffen.

Sie habe sich darüber hinaus besondere Verdienste in Bezug auf die Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus erarbeitet, die sich als roter Faden durch ihr pädagogisches Lebenswerk zieht. Bereits in ihrer Examensarbeit, in der sie sich mit dem Zwangsarbeiterinnen-Lager Pfaffenwald beschäftigt habe und auch in ihrem Einsatz für die Beschäftigung mit der Geschichte der KDS habe sie Beispielhaftes geleistet. Ihr sei es immer darum gegangen, das Handeln von heute mithilfe des Verständnisses für die Geschichte zu gestalten. Ihren besonderen Einsatz für die Demokratie und ihre außerordentliche Fähigkeit zum Knüpfen und Pflegen von Netzwerken würdigten die Rednerinnen und Redner in bemerkenswerter Einhelligkeit.

Klare Worte fand auch Susanne Hofmann selbst, die einmal mehr bei dieser Gelegenheit deutlich machte, dass sie viel zu sagen hat. Sie bedankte sich bei allen Weggefährten und vergaß dabei neben ihrer Familie, den Mitgliedern des Kollegiums und des Schulleitungsteams auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hauswirtschafts- und Reinigungsdienst der Schule nicht. Sie konstatierte, dass sich in den letzten 14 Jahren vieles bewegt habe, und dass sie in besonderer Weise die Zusammenarbeit mit einer aktiven und liebenswerten Schülerschaft besonders geschätzt habe. Die Reformierung des Schulsystems und die Weiterentwicklung der eigenen Schule seien ihr immer ein zentrales Anliegen gewesen.

Schülerinnen und Schüler waren es auch, die die Feier musikalisch mitgestalteten: Neben den Konrad-Duden-Singers und der Schulband unter Leitung von Johannes Gunkel waren auch Lucy Landefeld (Querflöte) und Mathilda Mootz (Violine) zu hören, die sowohl Schülerinnen der Musikschule als auch der Konrad-Duden-Schule sind und die für die besondere Kooperation zwischen beiden Institutionen stehen, die nicht nur durch räumliche, sondern auch durch inhaltliche Nähe eng miteinander verbunden sind. (Ute Janssen)

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