Neue Bike-Station wird „missbraucht“ – FDP fordert mehr Kontrollen

Vandalismus und Verschmutzung im Schilde-Park sorgt für Verdruss

Das Bild zeigt die Bike-Station im Schilde-Park Bad Hersfeld mit Holz-Stahl-Optik.
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Ziel von Vandalen: Die Bike-Station im Schilde-Park Bad Hersfeld.

Zu Beschädigungen und Verschmutzungen ist es in den vergangenen Wochen an der neuen Bike-Station im Bad Hersfelder Schilde-Park gekommen.

Bad Hersfeld - So wurde laut Stadtverwaltung gezielt ein Bewegungsmelder zerstört, der sicherstellen soll, dass sich Nutzer beim Betreten der Radabstellanlage dank angehender Beleuchtung gut orientieren können. Außerdem habe eine Gruppe von Jugendlichen, die sich in der erst Mitte Juni offiziell eröffneten Anlage aufhielten, massive Verunreinigungen durch Getränke- und Verpackungsreste hinterlassen.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung hätten die Verschmutzungen schnellstmöglich beseitigt, die Bewegungsmelder sollen nun auf eine vandalismussichere Bauart umgerüstet werden. Zusätzlich wird die der Schilde-Halle zugewandte Seite zeitnah ein großes Glaselement erhalten, das einen besseren Blickkontakt gewährleistet, teilt die Stadt als Konsequenz mit. Und: Die Ordnungspolizei werde regelmäßig Kontrollen vornehmen. Trotz des Missbrauchs soll die hochwertige Radabstellanlage aber auch weiterhin ohne Zugangsberechtigung für alle Nutzer offen sein, um einen ungehinderten, flexiblen Zugang zu ermöglichen, ohne auf Schlüssel, Münzeinwurf, PIN, SMS oder ähnliches zurückzugreifen.

„Der Wunsch nach einem deutlich höheren Angebot an überdachten Radabstellplätzen war ein klares Ergebnis im Rahmen der Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes. Es wird neben Beschilderungsmaßnahmen und der schrittweisen Beseitigung von Problempunkten unter anderem dadurch weiter umgesetzt, dass die drei geplanten Radabstellanlagen im Bereich Klaustor, Lingg-Platz und Südtor in die Abschlussplanung gehen und demnächst ausgeschrieben werden“, heißt es in der Mitteilung der Stadt abschließend.

Unterdessen übt auch die Bad Hersfelder FDP Kritik an den „unhaltbaren Zuständen im Schilde-Park“ und fordert mehr Polizei-Kontrollen für das „beliebte Naherholungsgebiet im Herzen der Stadt“. „Unser Schilde-Park muss sicherer werden“, so die FDP. Viele Bürger fühlten sich aus verschiedenen Gründen, wie Pöbeleien und Drogenkonsum, dort nicht mehr wohl.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Bernd Böhle und der stellvertretende FDP-Stadtverbandsvorsitzende Christian Anschütz hätten sich davon kürzlich selbst ein Bild gemacht und seien dabei in der Bike-Station von Jugendlichen in verschiedenen Sprachen angepöbelt worden. „Vielleicht müssen wir hier temporär eine Videoüberwachung in Abstimmung mit den polizeilichen Behörden installieren“, so Anschütz mit Blick auf Vandalismus, Müll et cetera.

Von der Polizei ist der Schilde-Park in der Vergangenheit offiziell nicht als besonderer Kriminalitätsschwerpunkt benannt worden. (red/nm)

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