Unmut über Kindermusical "Eiskönigin" in der Bad Hersfelder Stadthalle

Bad Hersfeld. Mit Enttäuschung und Ärger haben viele Besucher auf das Kindermusical „Die Eiskönigin“ reagiert, das in der fast ausverkauften Stadthalle aufgeführt wurde.

Angesichts der nur knapp einstündigen Vorführung des Gastspiel eines Tourneetheaters fühlten sich die Zuschauer bei einem Eintrittspreis von 27,50 Euro geprellt.

Bei der Hoehlschen Buchhandlung, die die Eintrittskarten verkauft hatte, gingen nach Auskunft von Inhaber Jürgen Bode rund 200 Beschwerden ein. Im Vorjahr habe die selbe Theatertruppe „Bob, der Baumeister“ aufgeführt und gute Resonanz erhalten. Deshalb hat die Hoehlsche Buchhandlung auch diesmal den Vorverkauf übernommen. „Uns war eine 80-minütige Vorstellung mit Gesang, Puppen und Live-Theater angekündigt worden, wir fühlen uns massiv getäuscht“, sagt Bode, der den Unmut versteht und bedauert.

Auch bei der Polizei gingen Beschwerden ein, bestätigte Polizeisprecher Christian Stahl. Deshalb wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die den Fall aber als strafrechtlich nicht relevant einstuft. Es seien daher nur zivilrechtliche Klagen wegen Minderleistung möglich.Auch in Eschwege gab es nach den Aufführungen der „Eiskönigin“ viele Beschwerden und sogar polizeiliche Anzeigen.

Der Veranstalter, André Wagner aus Belgien, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Rubriklistenbild: © WR/Kaiser

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