Wache oft wie „abgeriegelt“

Kernstadt-Feuerwehr Bad Hersfeld hat oft Probleme, die Wache zu erreichen

Machen auf die problematische Zufahrt zur Kernstadtwache in Bad Hersfeld aufmerksam, die direkt an der B 324 liegt: Meik Jakob, stellvertretender Stadtbrandinspektor, Hans Georg Vierheller (Vorsitzender der Feuerwehr-Kommission), Jürgen Richter (FWG-Fraktionsvorsitzender und Feuerwehrmann) und Christian Bärmann, Sprecher der Feuerwehr (von links).
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Machen auf die problematische Zufahrt zur Kernstadtwache in Bad Hersfeld aufmerksam, die direkt an der B 324 liegt: Meik Jakob, stellvertretender Stadtbrandinspektor, Hans Georg Vierheller (Vorsitzender der Feuerwehr-Kommission), Jürgen Richter (FWG-Fraktionsvorsitzender und Feuerwehrmann) und Christian Bärmann, Sprecher der Feuerwehr (von links).

Wenn es brennt oder Unfallopfer zu retten sind, muss es schnell gehen. Immer wieder haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld-Kernstadt Probleme, ihre Wache an der Wehneberger Straße zu erreichen, die in diesem Bereich Teil der B 324 ist.

Bad Hersfeld - Die von der A 7 durch die Stadt zur B 27 und B 62 führende Bundesstraße ist eine Hauptverkehrsachse. Gleichzeitig liegt die Wache damit zwischen zwei großen Ampelkreuzungen. Besonders bemerkbar macht sich das zu den Hauptverkehrszeiten, vor allem aber, wenn noch Unfälle auf der Autobahn oder Baustellen in der Stadt hinzukommen – wie jetzt im Falle der Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße und am Seilerweg. Die Umleitung führt direkt an der Wache vorbei. Darauf weisen Meik Jakob, stellvertretender Stadtbrandinspektor, und Christian Bärmann, Sprecher der Feuerwehr Bad Hersfeld, gemeinsam mit Jürgen Richter, Fraktionsvorsitzender der FWG in der Stadtverordnetenversammlung und Feuerwehrmann, sowie Hans Georg Vierheller als Vorsitzender der Feuerwehr-Kommission hin. Und mit der Erneuerung der Meisebacher Straße und der Sanierung der Hochbrücke stünden die nächsten problematischen Baustellen an.

„Die Zu- und Abfahrt der Feuerwehr befindet sich in einem Nadelöhr der Bad Hersfelder Verkehrsführung“, sagt Jürgen Richter. Allen sei klar, dass sich daran nichts ändern lasse. Man möchte vielmehr ein Problembewusstsein schaffen und auch die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Als Freiwillige Feuerwehr hat diese keine Einsatzkräfte abrufbar vor Ort, die Kameraden müssen mit ihren Privatautos auf schnellstem Wege zur Wache gelangen. Zwar sei auch die Ausfahrt mitunter schwierig, etwa wenn ein 40-Tonner im Weg steht und weder vor noch zurück kann. In erster Linie gehe es aber um die Brandschützer auf Anfahrt, die zum Großteil aus Richtung Wehneberg und Tageberg kämen. Meik Jakob und Christian Bärmann wünschen sich, dass die Feuerwehr bei der Planung von Baustellen und Umleitungen künftig miteinbezogen wird. Dabei richtet sich ihr Appell nicht nur an die Stadt, sondern ebenso an Hessen Mobil und den Landkreis.

Zugewachsen und schwer zu erkennen ist das Verkehrsschild, das auf die Zufahrt zur Feuerwache in Bad Hersfeld hinweist.

Um kurz- und mittelfristige Lösungen bemühen wollen sich Jürgen Richter und Hans Georg Vierheller nun auch politisch. Unter anderem schlägt Jürgen Richter eine auffälligere Beschilderung sowie elektronische Anzeigen, den Hinweis „bei Stau möglichst rechts fahren“, Haltelinien vor der Zufahrt und Dauer-Parkplätze für Kräfte im Einsatz an der Straße Am Frauenberg vor. Außerdem könne man über eine digitale Einflussnahme auf die Ampeln nachdenken.

Stadt verweist auf Arbeitsgruppe

Das Thema ist bekannt, sagt Stadtsprecher Meik Ebert, und weist auf eine seit einigen Wochen bestehende gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadtverwaltung (Ordnungsdienste) und Feuerwehr hin. Erstes Ziel sei zu ermitteln, von wo und auf welchen Routen die Einsatzkräfte bei verschiedensten Alarmierungen zur Wehneberger Straße kommen, um dann zu versuchen, auf den besonders wichtigen Zulaufstrecken Abhilfe zu schaffen. Dabei setze man großräumig auf technische Steuerungsmöglichkeiten wie eine kombinierte intelligente Ampelsteuerung. Das gehe indes nicht ohne Hessen Mobil. „Das Thema braucht dringend eine Lösung, weil bei der Sanierung der Hochbrücke die lokalen Verkehrseinschränkungen eher noch größer werden.“ (Nadine Maaz)

Auch Sonderfahrzeuge am Standort 

Die Feuerwache der Kernstadtwehr liegt ein wenig abseits vom Stadtring an der Wehnebergerstraße. Baubeginn war 1978, eröffnet wurde sie 1981. Später wurde die B 324 verlegt. Aktuell verfügt die Wehr über etwa 90 aktive Einsatzkräfte, sie gehört zu den am häufigsten benötigten Feuerwehren des Kreises Hersfeld-Rotenburg, heißt es. An der Wache stehen auch Sonderfahrzeuge wie die Drehleiter, Rüstfahrzeuge oder das spezielle Taucherfahrzeug, die entsprechend im ganzen Umkreis eingesetzt werden und auch nicht von allen gefahren werden dürfen. Rund 200 bis 300 Einsätze hat die Kernstadtwehr im Jahr, etwa die Hälfte unter der Woche. (nm)

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