Wählen im Wohnzimmer

29 Prozent der Wahlberechtigten im Kreis haben bereits Briefwahl beantragt

Briefwahlunterlagen auf einem Tisch
+
Viele Menschen geben in diesem Jahr ihre Stimme per Briefwahl ab.

Der Briefwahlanteil im Landkreis Hersfeld-Rotenburg betrug zum 1. März bereits 29 Prozent.

Hersfeld-Rotenburg – Die Kommunalwahl am Sonntag, 14. März, ist die erste hessenweite Wahl seit Ausbruch der Corona-Pandemie zu Beginn des vergangenen Jahres.

Aufgrund der unklaren Lage und vieler Einschränkungen im privaten und gesellschaftlichen Bereich sind Fachleute davon ausgegangen, dass sich bis zu 60 Prozent der Wahlberechtigten in ganz Hessen eines ganz besonderen Instruments bei der Stimmabgabe bedienen werden – der Briefwahl.

Dabei werden die Wahlunterlagen bei der jeweiligen Gemeinde angefordert, in der eigenen Stube ausgefüllt und wieder zurückgesandt. Bereits einen Tag nachdem die Wahlbenachrichtigungen bei den Bürgern eingetroffen sein mussten – am 22. Februar –, hatten in den 20 Kommunen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits 20,76 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl beantragt.

„Bei der Kommunalwahl im Jahre 2016 hatten knapp 15 Prozent der Wählerinnen und Wähler per Briefwahl abgestimmt“, erinnert sich Karl Knierim, stellvertretender Kreiswahlleiter. Er gehe davon aus, dass sich die Zahl der Briefwähler in den kommenden Tagen noch weiter erhöhen werde. „Es gibt Wellenbewegungen. Viele Briefwähler sind ab dem Zeitpunkt zu verzeichnen, wenn die Briefwahl freigegeben ist und dann noch einmal kurz vor dem eigentlichen Wahltermin. Dazwischen ist es eher ruhig“, so Knierim.

Das belegt auch die zweite Abfrage bei den Kommunen. Zum 1. März betrug der Briefwahlanteil im Landkreis 29 Prozent.

Die meisten Briefwahlunterlagen in absoluten Zahlen wurden bis zum 1. März im Rathaus der Kreisstadt Bad Hersfeld beantragt: 6502 bei 22 934 Wahlberechtigten. Die wenigsten mit 246 bei 1124 Wahlberechtigten in Cornberg.

Besonders hoch ist das Interesse an der Briefwahl aktuell in den Gemeinden Ronshausen (39,17 Prozent), Schenklengsfeld (37,13 Prozent) und Wildeck (32,8 Prozent). Auf den drei letzten Rängen rangieren bei den beantragten Briefwahlunterlagen zum Stichtag 1. März die Gemeinden Cornberg (21,89 Prozent), Neuenstein (23,18 Prozent) und Breitenbach am Herzberg (23,74 Prozent).

Eine weitere Abfrage zu den Briefwählern im Landkreis wird das Kreiswahlamt zu Beginn der kommenden Woche vornehmen. Gewählt werden am 14. März der Landrat, die Ortsbeiräte, die Gemeindevertretungen und die Stadtverordnetenversammlungen sowie der Kreistag. (Mario Reymond)

97 136 Frauen und Männer dürfen wählen

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben zum Stichtag 31. Dezember 2019 genau 120 719 Menschen gelebt. Das besagen die Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts. Die Zahl derer, die im Landkreis Hersfeld-Rotenburg an der Kommunalwahl am Sonntag, 14. März, teilnehmen dürfen, beträgt 97 136. Bisher haben 28 139 der wahlberechtigten Frauen und Männer Briefwahlunterlagen angefordert. Das entspricht 29 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.