Bestätigte Infektionen gibt es derzeit in jeder zweiten Alten- und Pflegeeinrichtung

Wegen Corona: Landkreis sucht Helfer für Heim in Bad Hersfeld

Landrat Dr. Michael Koch im Porträt
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Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch

Nach dem erfolgreichen ersten Aufruf sucht der Landkreis Hersfeld-Rotenburg nun nach weiteren Helfern für ein vom Coronavirus besonders betroffenes Altenheim in Bad Hersfeld.

Hersfeld-Rotenburg – Die nach wie vor hohen Infektionszahlen im Kreis Hersfeld-Rotenburg machen noch immer vor allem den Alten- und Pflegeeinrichtungen zu schaffen. In mehr als jeder zweiten der insgesamt 19 Einrichtungen gibt es nach Angaben des Landkreises derzeit bestätigte Corona-Infektionen.

Besonders akut sei die Lage derzeit in einer Bad Hersfelder Einrichtung, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Der Landkreis hat deshalb erneut einen dringlichen Aufruf an potenzielle Hilfskräfte gestartet, um die Einrichtung zu entlasten. Gesucht werden Personen, die bereit sind, in dem betroffenen Heim auszuhelfen, sowie Fachpersonal aus dem Pflegebereich.

„Auf unseren ersten Aufruf, der sich vor allem auf ein Altenheim in Rotenburg bezog, hatten sich innerhalb von 24 Stunden knapp 30 Personen gemeldet“, so Landrat Dr. Michael Koch (CDU). „Wir waren von dieser Resonanz überwältigt. Jetzt liegt die Hoffnung darin, ähnlich schnell helfen zu können – nur eben in Bad Hersfeld.“

Sobald es in einer Alten- oder Pflegeeinrichtung an Covid-19 erkrankte Personen gebe, drohten personelle Engpässe, weil das Gesundheitsamt Betroffene dann unter Quarantäne stelle. Hinzu kämen Krankheitsfälle beim Fachpersonal. Die Betreuung und pflegerische Versorgung der Bewohner drohe in solchen Fällen nur mit Einschränkungen gewährleistet werden zu können.

Für die Unterstützung des Heims in Bad Hersfeld infrage kämen auch Zivildienstleistende oder Personen, die ihren Berufsfreiwilligendienst in der Pflege absolviert haben, ebenso wie Medizinstudenten, die ein entsprechendes Pflegepraktikum geleistet haben, heißt es in der Pressemitteilung.

Interessierte werden gebeten, sich über den Fachdienst Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung per E-Mail zu melden: post.gefahrenabwehr@hef-rof.de. (red/ses)

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