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Weihnachtsbeleuchtung soll in Hersfeld-Rotenburg brennen, aber eingeschränkt

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Der Weihnachtsmarkt vor der illuminierten Stiftsruine am Abend.
Der Weihnachts-, beziehungsweise Wintermarkt an der illuminierten Bad Hersfelder Stiftsruine. © Wolfgang Brosien/NH

Trotz der Energiekrise und der explodierenden Preise für Gas und Strom wollen die Städte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht auf die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung verzichten.

Hersfeld-Rotenburg – „Für viele Menschen ist Weihnachten, gerade in diesen sorgenvollen Monaten, eine besondere Zeit der Gemeinschaft und des Trostes“, sagt Bad Hersfelds Erster Stadtrat Gunter Grimm.

Dazu gehöre nach einhelliger Meinung des Magistrates eine stimmungsvolle Beleuchtung. „Auch in schweren Zeiten muss man sich noch freuen können“, sagt Grimm. In der Kreisstadt sei die Weihnachtsbeleuchtung auf LED umgestellt, sodass die Kosten für die gesamte Adventszeit bei etwa 700 Euro liegen.

Mit der Weihnachtsbeleuchtung wolle man auch den Einzelhandel in dieser für den Umsatz wichtigen Zeit unterstützen. So soll auch der Übergang von der Innenstadt zum Weihnachtsmarkt, der wieder im Stiftsbezirk stattfindet, entsprechend gestaltet werden. Auf dem Weihnachtsmarkt werde die Beleuchtung per Timer eine Stunde nach Schließung gelöscht.

Marktplatz in Rotenburg soll beleuchtet sein

Ähnlich sieht das Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald: „Die Weihnachtsbeleuchtung ist in dieser schweren Zeit trotz allem wichtig.“ In Rotenburg werde aber nur der Marktplatz samt Weihnachtsbaum mit LED-Lichtern beleuchtet. Außerdem wolle man die Achse zur Breitenstraße sowie die Fuldabrücke mit Lichtbögen schmücken. Weitere Bäume soll es auf dem Bahnhofsvorplatz und der Hochmahle geben, dafür wolle man in den Außenbezirken auf festliche Beleuchtung verzichten.

In Bebra soll in der Weihnachtszeit die Beleuchtung nur in der Zeit von 16 bis 20 Uhr brennen, berichtet Stefan Pruschwitz von der SEB. Aus Einsparungsgründen wolle man allerdings in diesem Jahr auf die weithin sichtbare Sonderbeleuchtung des Wasserturms verzichten. „Die angestrebte 20-prozentige Energieeinsparung werden wir auf diese Art und Weise erreichen“, sagt er.

Auch in Heringen werden Sterne und Lichterketten in der Hauptstraße und am Kalimuseum leuchten, sagt Bürgermeister Daniel Iliev. Auch in den Ortsteilen der Kali-Gemeinde sollen geschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt werden. Um Energie zu sparen, werde aber im Fritz-Kunze-Bad die Wassertemperatur gesenkt. „Wir sollten sparen, wo es Sinn macht, aber jetzt nicht in Hysterie verfallen“, mahnt Iliev.

Deutsche Umwelthilfe fordert Komplettverzicht

Die Deutsche Umwelthilfe hatte kürzlich angeregt, angesichts der Energiekrise in diesem Jahr auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten – und zwar in Städten und Gemeinden genauso wie in privaten Haushalten. „Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden – so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400 000 Einwohnern im Jahr verbraucht“, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.  (Kai A. Struthoff)

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