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Weihnachtsgeschäft im Kreis Hersfeld-Rotenburg war durchwachsen

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Von: Christine Zacharias

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Freuen sich über den Erfolg der Winteraktion in Bebra: Uschi Ebert (links) und Ulrike Bednarz vom Vorstand des Handels- und Gewerbevereins Bebra.
Freuen sich über den Erfolg der Winteraktion in Bebra: Uschi Ebert (links) und Ulrike Bednarz vom Vorstand des Handels- und Gewerbevereins Bebra. © Gewerbeverein Bebra

Durchwachsen – diesen Begriff hört man häufig, wenn man Geschäftsleute im Kreis Hersfeld-Rotenburg nach dem Weihnachtsgeschäft fragt.

Hersfeld-Rotenburg – Durchwachsen – diesen Begriff hört man häufig, wenn man Geschäftsleute im Kreis Hersfeld-Rotenburg nach dem Weihnachtsgeschäft fragt. Einige sind sehr zufrieden, andere enttäuscht und alle haben gemerkt, dass das Geld bei den Menschen zurzeit nicht so locker sitzt.

Hersfeld-Rotenburg – Durchwachsen – diesen Begriff hört man häufig, wenn man Geschäftsleute im Kreis Hersfeld-Rotenburg nach dem Weihnachtsgeschäft fragt. Einige sind sehr zufrieden, andere enttäuscht und alle haben gemerkt, dass das Geld bei den Menschen zurzeit nicht so locker sitzt.

„Die Kundschaft ist sehr kostenbewusst, da wurde häufig nach Sonderangeboten und Reduzierungen gefragt“, berichtet Heike Mausehund von Sport Schild in Rotenburg.

„Insgesamt schwächer im Vergleich zu 2019“, hat Jörg Markert, Centermanager der City-Galerie in Bad Hersfeld das Weihnachtsgeschäft erlebt. Es habe schleppend angefangen und dann in der Woche vor Weihnachten ordentlich Fahrt aufgenommen.

Wesentlicher Bestandteil des Weihnachtsgeschäfts ist für die Kaufleute auch die Zeit zwischen den Jahren. Da haben viele Menschen Urlaub, lösen ihre Gutscheine ein oder erfüllen sich mit dem zu Weihnachten geschenkten Geld Wünsche. Dieses Geschäft sei 2022 deutlich stärker gewesen als im Jahr zuvor, haben Markert und die Geschäftsinhaber der City Galerie beobachtet.

„Wir sind mit dem Weihnachtsgeschäft unter den gegebenen Umständen zufrieden“, sagt Ulrike Bednarz von der Hoehlschen Buchhandlung im be!, die Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Bebra. Vor allem die Stammkunden seien wieder in der Stadt und in den Geschäften. Besucher von außerhalb Bebras seien es aber nicht so viele wie früher.

In der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren sei aber viel los gewesen in der Stadt, haben Bednarz und ihre Kollegen erfreut festgestellt.

„Keinen besonders großen Trubel“ hat dagegen Stefan Berge von der Buchgalerie Berge in Rotenburg registriert. Die Stimmung bei den Kunden sei zwar allgemein etwas besser, aber im Vergleich zu früheren Jahren sei das Weihnachtsgeschäft doch eher verhalten gewesen. Dabei sei gerade im Buchhandel der Dezember der entscheidende Monat. Da habe das Geschäft dann aber auch deutlich angezogen im Vergleich zum Rest des Jahres.

Nicht nur zum Einkaufen in die Stadt: Aktionen locken Kunden

Nicht nur zum Einkaufen in die Stadt, sondern auch noch etwas erleben oder gewinnen – mit diesem Konzept wollen die Werbegemeinschaft Bad Hersfeld und der Handels- und Gewerbeverein Bebra zusätzliche Kunden anziehen.

Dabei geht es auch darum, zumindest einen Teil derjenigen Kunden, die während der Pandemie im Internet eingekauft haben, wieder zurückzugewinnen, indem die Innenstädte als attraktive Erlebnisorte erfahren werden.

In Bad Hersfeld gab es zum Beispiel in der City Galerie eine Kunsteisbahn für Kinder. Dafür gab es in den Geschäften Gutscheine. Bei Kindern und Eltern sei dieses Zusatzangebot sehr gut angekommen, berichtet Centermanager Jörg Markert. Viele Leute seien sogar eigens dafür in die Stadt gekommen. An den Vormittagen habe die Kunsteisbahn zudem nach Voranmeldung von den städtischen Kindergärten genutzt werden können – auch das sei sehr positiv aufgenommen worden. „Eigentlich ist die Fläche für eine richtige Kunsteisbahn ja zu klein, aber wir wollten das von der Werbegemeinschaft mal ausprobieren“, sagt Markert.

In Bebra sei die „Winteraktion“ des HGV ein voller Erfolg gewesen, berichtet Ulrike Bednarz. Die Kunden erhielten Stempel für jeden Einkauf auf einer Karte und könnten damit an Verlosungen teilnehmen. Die Aktion läuft noch bis zum 3. Februar und werde „super angenommen“. Es hätten sogar Karten nachgedruckt werden müssen, weil sie so gefragt gewesen seien. Stempelsammler mussten auch nicht bis zum Abschluss der Aktion im Februar warten. Bei Zwischenverlosungen habe es Geschenkkörbe und andere attraktive Preise gegeben, berichtet Bednarz.

Nicht so gut funktioniert haben dagegen offensichtlich die Weihnachtsmärkte in Bad Hersfeld und Rotenburg als Kundenbringer für den Einzelhandel. Hier sollen die Konzept überarbeitet werden. In Rotenburg, Bebra, Heringen und Bad Hersfeld sowie natürlich auch in den anderen Kommunen des Kreises sind die Einzelhändler nun gespannt, wie es nach dem Weihnachtsgeschäft weiter geht und hoffen darauf, dass noch mehr Kunden den regionalen Handel wiederentdecken und nicht nur im Internet einkaufen. (Christine Zacharias)

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