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Wever-Areal in Bad Hersfeld: Hängepartie geht weiter

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Das Bild zeigt einen Teil das Wever-Geländes am Bahnhof, im Hintergrund ist die katholische Kirche zu sehen.
Zukunftsprojekt: Das Wever-Gelände am Bad Hersfelder Bahnhof soll umgestaltet werden. © Kai A. Struthoff

Um die Verträge für die Neugestaltung des Bad Hersfelder Wever-Areals und die Beleuchtung der Fuldabrücke ging es jetzt im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments.

Bad Hersfeld – Auch die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend hat keine neuen Erkenntnisse über den Stand der Verhandlungen der Stadt mit den Bad Hersfelder Kleiderwerken über das Wever-Gelände gebracht. Dabei war das Unbehagen der Stadtverordneten mit Händen greifbar. Noch immer kennen sie keine Details der Verträge – und die Zeit läuft davon.

Grund dafür sind enge Fristen bis Ende März, nach denen zugesagte Fördergelder verfallen würden und die Finanzierung des wichtigen städtebaulichen Projekts dadurch ins Wanken käme. Der Ausschussvorsitzende Karsten Vollmar wollte deshalb wissen, wie sicher der enge Zeitplan ist. „Daran arbeiten wir und halten den Zeitplan für einhaltbar“, sagte der Leiter der Technischen Verwaltung Johannes van Horrick. Derzeit würden die Verträge erstellt und überarbeitet. Bürgermeister Thomas Fehling vertrat im Ausschuss die Auffassung, dass das Vertragswerk auch nicht abschließend von der Stadtverordnetenversammlung gebilligt werden müsse, sondern die Zustimmung des Magistrats ausreiche. Notfalls könne dann immer noch eine Sondersitzung des Stadtparlaments einberufen werden.

Angesichts des Volumens von rund 19 Millionen Euro für das Wever-Projekt zeigten sich auch Andrea Zietz (Grüne) und Jürgen Richter (FWG) verunsichert wegen der Vertragsverhandlungen. Van Horrick versuchte zu beruhigen und versicherte, es würden „rechtzeitig rechtssichere Verträge vorliegen“.

Gute Nachrichten hatte indes die Leiterin des Fachbereichs Finanzen, Anke Hofmann. Sie berichtete den Ausschussmitgliedern, dass der Hersfelder Haushalt 2022 so früh wie selten zuvor von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde (HZ berichtete kurz). Das lobte auch der Bürgermeister, die Stadt können nun Aufträge ausschreiben und habe hoffentlich eine bessere Chance auf ordentliche Preise. Sehr wohl bewusst ist jedoch allen Ausschussmitgliedern, dass der Haushalt auf Kante genäht ist und vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie viele Unwägbarkeiten enthält.

Ein weiteres Thema des Ausschusses war die von der Oberen Naturschutzbehörde verbotene Beleuchtung der Fuldabrücke. Johannes van Horrick berichtete, man sei in den Gesprächen mit der Behörde „auf einer guten Sachebene“. Jetzt müsse noch im Zuge des Fledermausmonitorings ein rund 3000 Euro teures Gutachten erstellt werden. Van Horrick hofft auf eine Einigung im Frühjahr. Ein denkbarer Kompromiss könnte sein, dass die Brücke nur zu gewissen Zeiten und nicht die ganze Nacht beleuchtet werde. Kai A. Struthoff)

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