Unterschiedliche Regelungen

Zahl der Badegäste in den Freibädern im Kreis Hersfeld-Rotenburg begrenzt

Kühles Nass ist begehrt: Alle Freibäder im Kreis haben Corona-begingt die Zahl der Badegäste begrenzt.
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Kühles Nass ist begehrt: Alle Freibäder im Kreis, wie hier das Philippsthaler Sportbad haben Corona-begingt die Zahl der Badegäste begrenzt.

Die Freibäder im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben in der Pandemie die Besucherzahlen begrenzt. Die Regelungen sind unterschiedlich und sorgen teilweise für Frust.

Hersfeld-Rotenburg – Endlich Sommer, endlich Sonne und die Schwimmbäder sind auch wieder offen. Aber einfach so ins Freibad gehen und ins kühle Nass hopsen, wenn man gerade Lust hat – das funktioniert in Zeiten der Pandemie leider nicht. Alle Freibäder im Kreis haben, der Hessischen Landesordnung entsprechend, Hygienekonzepte entwickelt und die Einlasszahlen begrenzt.

Die Städte und Gemeinden arbeiten dabei mit unterschiedlichen Konzepten, die bei den Badegästen nicht immer gut ankommen.

In den Freibädern in Bad Hersfeld, Kirchheim, Philippsthal, Nentershausen und Schenklengsfeld, die alle unter der Regie der Thimet-Bäderbetriebe laufen, müssen Badegäste sich in dieser Saison vorher übers Internet einloggen – und zwar jeweils für einen ganzen Tag. An heißen Tagen sind diese Plätze schnell ausgebucht, zumal Dauerkarteninhaber jederzeit ins Bad dürfen. Wer ohne vorherige Anmeldung baden will, steht vor verschlossenen Türen.

Die Fachkraft vor Ort könne zwar anhand der Auslastung entscheiden, zusätzliche Badegäste einzulassen, wenn zum Beispiel am Vormittag viele Leute da gewesen seien, aber die Obergrenze von einer Person pro zehn Quadratmeter müsse eingehalten werden, erläutert Kay Thimet. Sehr positiv werde es von Dauerkartenbesitzern aufgenommen, dass sie sich nicht anmelden müssten. Allerdings habe man das Saisonkartenkontingent in allen Bädern einfrieren müssen.

Der Einlass für bestimmte Zeitfenster sei auch ein Satzungsproblem: Schließlich würden Tagestickets und nicht Dreistundentickets verkauft, sagt Thimet.

Mit zwei bzw. drei Zeitfenstern wird dagegen in Bebra, Rotenburg, Ronshausen und Wildeck gearbeitet. Dann wird jeweils das Bad geräumt, für eine oder eineinhalb Stunden geschlossen, gereinigt und desinfiziert und für die nächsten Badegäste geöffnet. Auch das funktioniert nicht immer reibungslos und ohne Frust. In Ronshausen gab es zum Beispiel Ärger, weil man zwar ins Bad, nicht aber ins Becken konnte.

Unterschiedliche Vorstellungen gibt es zudem offenbar bei den Badbetreibern über die Notwendigkeit einer Online-Anmeldung. Einige Bäder verzichten komplett auf Anmeldung, andere setzen auf die Luca-App oder das Kontaktformular, von einigen gibt es keine Angaben.

Auf jeden Fall ist es ratsam, sich vor dem Badbesuch über die jeweiligen Regelungen zu informieren. (Christine Zacharias)

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