Kontrolleure finden Waffen, Pornos, Drogen und Zündvorrichtungen

Zollamt in Niederaula kassiert pro Woche 18.000 Pakete mit gefährlichen Fidget Spinnern

Zoll Niederaula beschlagnahmt Fidget Spinner und ähnliches

Niederaula. Der Hype um Fidget Spinner, kleine Handkreisel aus Kunststoff, beschäftigt derzeit die zwölf Zöllner im internationalen Postzentrum in Niederaula. 

Zurzeit ziehen die Mitarbeiter etwa 18.000 Sendungen mit Internetbestellungen von Fidget-Spinnern pro Woche aus dem Verkehr. Aber auch andere Güter wie Waffen, Pornos oder Drogen machen Arbeit.

Für die Fidget Spinner gelten besondere Einfuhrvorschriften. Dabei geht es hauptsächlich darum, dass das Spielzeug sicher sein muss. "Wir haben nahezu keine Sendungen bei der die Voraussetzungen erfüllt sind“, so Zolloberinspektor Mario Wild, der Abfertigungsleiter im IPZ. Zum Beispiel sei wegen fehlender Kennzeichnung, Teilen, die abbrechen könnten oder scharfkantig sind, der Verbraucherschutz nicht gewährleistet und eine Freigabe der Sendungen daher nicht möglich.

Aber die momentan so beliebten Finger-Kreisel sind nur eine von vielen Waren, bei denen der Zoll aufpasst. „Wir bekommen hier jeden Hype mit“, so Mario Wild. Dabei sind in Postpaketen alle Waren denkbar, was den Job der Zöllner nicht immer ungefährlich macht. Von gefälschten Arzneimitteln und Konsumgütern über pornographische oder verfassungsfeindliche Schriften und Aufzeichnungen über artengeschützte Waren und Drogen bis hin zu Waffen und chemischen Substanzen bietet sich den Kontrolleuren ein großes Portfolio an verbotenen Dingen. Darüber hinaus ist besonders auch bei elektrischen Geräten wie LED-Birnen, Handys oder ferngesteuerten Geräten wie zum Beispiel Drohnen die Produktsicherheit oftmals nicht gegeben.

Dabei wissen sie vorher nie genau, was sich in einem Päckchen wirklich verbirgt, denn oft stimmen die Inhaltserklärungen nicht mit dem Inhalt überein. Das birgt zum Beispiel bei unklaren chemischen Substanzen auch nicht einschätzbare Risiken. Zweimal rückte das Landeskriminalamt mit Spezialeinheiten an, da in Postpaketen Zündvorrichtungen gefunden wurden.

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