Magistrat stoppt Projekt

Zu teuer: Vorläufiges Aus für neues Festspielfunktionsgebäude in Bad Hersfeld

Das Bild zeigt die Tagung des Preisgerichts vom März 2021 in der Bad Hersfelder Stadthalle.
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Auf der Suche nach dem besten Entwurf: Tagung des Preisgerichts vom März 2021 in der Bad Hersfelder Stadthalle.

So mancher hatte schon „eine zweite Elbphilharmonie“ befürchtet - jetzt hat der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld den geplanten Bau des Festspielfunktionsgebäudes gestoppt.

Bad Hersfeld - Das Vergabeverfahren nach dem Architektenwettbewerb zur Planung eines neuen Funktionsgebäudes für die Bad Hersfelder Festspiele wird noch vor der Auswahl eines Vertragspartners aufgehoben. Das hat der Magistrat der Kreisstadt beschlossen, wie die Stadt am Dienstagmittag mitteilte.

Der Grund für die Beendigung des Verfahrens liege in der Tatsache, dass trotz Nachbesserungen die beiden verbliebenden Preisträger in den prognostizierten Gesamtkosten für die Umsetzung ihrer Entwürfe über den fünf Millionen liegen, die der Stadt für die Finanzierung des Gebäudes zur Verfügung stehen, heißt es.

Bürgermeister Thomas Fehling betont, dass die Stadt bis zum März 2021 einen Wettbewerb organisiert hatte, der sehr gut geplant und einwandfrei durchgeführt worden sei. „Das hat eine Menge Arbeit verursacht. In den Wettbewerbsbedingungen war schon festgehalten, was wir in der Folgezeit gebetsmühlenartig immer wieder deutlich gemacht haben: Die Gesamtkosten des Projektes dürfen die Grenze von fünf Millionen nicht überschreiten.“

Fehling weiter: “Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Verhandlungsphase mit den Bietern wurde für uns jetzt klar, dass das beabsichtigte Festspielgebäude unter diesen Bedingungen deutlich teurer werden würde als geplant.“

Der Bürgermeister begrüßt die einhellige Auffassung des Magistrates, „nicht weiter sehenden Auges mit erheblichen Mehrkosten zu planen. Das war für uns alle inakzeptabel - und darum haben wir das Verfahren gestoppt.“ so Fehling. Das Gremium prüfe nun das weitere Vorgehen, wie ein Gebäude für die Festspiele doch noch im Kostenrahmen umgesetzt werden kann. (red/nm)

Lesen Sie auch: Festspielfunktionsbau für Bad Hersfeld muss „baubar und bezahlbar“ sein

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