Abschlussgala der Bad Hersfelder Festspiele

Zuschauerpreise für Götz Schubert und Philipp Büttner

Offizieller Probenauftakt für die 70. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine.
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Die beiden Zuschauerpreisträger auf einem Bild: Götz Schubert (auf dem Schreibtisch sitzend) und Philipp Büttner (rechts) hier mit Intendant Joern Hinkel und Abla Alaoui beim offiziellen Probenauftakt für die 70. Bad Hersfelder Festspiele Mitte Mai in der Stiftsruine.

Zum Abschluss der 70. Bad Hersfelder Festspiele sind die Götz Schubert und Philipp Büttner mit dem begehrten Zuschauerpreis als beliebteste Schauspieler ausgezeichnet worden.

Bad Hersfeld - Die Besucher der 70. Bad Hersfelder Festspiele haben abgestimmt und zwei Hauptdarsteller liegen gleich hoch in der Gunst des Publikums. Philipp Büttner, der den jungen wilden Goethe im Musical „Goethe!“ gespielt hat und Götz Schubert, der als kluger Lehrer John Keating in „Der Club der toten Dichter“ auftrat, erhalten den begehrten Preis.

Der Zuschauerpreis wird im Rahmen des festliche Abschlusses der Saison am Sonntagabend ab 20 Uhr in der Stiftsruine verliehen.

Der begehrte Zuschauerpreis wird in diesem Jahr zum 26. Mal vergeben. In den vielen Jahren haben erst einmal zwei Darsteller den Preis gleichzeitig erhalten. Im Jahr 2009 bekamen ihn Leah Delos Santos und Christian Alexander Müller für ihre Rollen in „West-Side-Story“.

Die Festspielbesucher wählen den oder die Preisträger aus allen Darstellern der Neuproduktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2021 aus. Abgestimmt werden konnte online - unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg - und auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine.

Die Gewinner erhalten einen Ring, den das Atelier des Juweliers Laufer-Klitsch in Bad Hersfeld jeweils anfertigt. Unter allen Festspielgästen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 71. Bad Hersfelder Festspiele, verlost.

Götz Schubert 

Seit den Anfängen seiner Karriere überzeugt Götz Schubert Publikum und Presse mit seiner spielerischen Bandbreite und ausgeprägten Intuition für die Rollen, die er darstellt. Immer findet er mit einem tiefen Gespür für die Eigenarten der Charaktere seinen eigenen Zugang, um das Zerbrechliche, das Menschliche und das Humorvolle der Figuren herauszuarbeiten und ihnen Lebensnähe und Wahrhaftigkeit zu verleihen.
Seine differenzierte, männliche und sensible Ausführung ihrer Wesenszüge, mit denen er ihnen ein glaubhaftes Eigenleben gibt, haben Regisseure am Theater wie Alexander Lang, Amélie Niermeyer, Herbert Fritsch, Jürgen Gosch, Karin Beier, Peter Stein, Philipp Stölzl oder Thomas Langhoff früh erkannt und den Schauspieler immer wieder in ihren beeindruckenden Inszenierungen besetzt.

Im Film überzeugte er das Publikum und die Presse in den Zusammenarbeiten mit Ben Verbong, Christian Schwochow, Edward Berger, Francis Meletzky, Isabell Kleefeld, Matti Geschonneck, Robert Schwentke, Till Franzen oder Lars Kraume, mit dem es über die Jahre zu vielen preisgekrönten Filmen gekommen ist.

Er spielt an wichtigen deutschsprachigen Theatern, darunter Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg, und ist seit Anbeginn seiner Karriere in zahlreichen anspruchsvollen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Er wurde von Theater heute zum Schauspieler des Jahres gewählt, mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis geehrt sowie mit dem Publikums-Bambi für seine schauspielerische Leistung ausgezeichnet.

In Bad Hersfeld wurde er 2021 mit dem Großen Hersfeldpreis für seine Rolle in „Der Club der toten Dichter“ ausgezeichnet.  Götz Schubert ist Botschafter der Deutschen Palliativ- und Hospizstiftung www.dhp-stiftung.de. Er lebt in der Nähe von Berlin. 

Philipp Büttner 

studierte von 2010 bis 2014 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Im Rahmen seines Studiums stand er bereits in zahlreichen Rollen auf der Bühne, so war er unter anderem als Frederick Barrett auf der Felsenbühne Staatz bei der österreichischen Erstaufführung des Musicals „Titanic“ zu erleben. 

Für seine Leistung wurde Philipp Büttner bereits mehrfach ausgezeichnet: 2013 konnte er sich das Stipendium des Deutschen Bühnenvereins sichern und belegte außerdem den 1. Platz beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin. 

Seit Herbst 2016 spielt Philipp die Titelrolle in Disney’s „Alladin“; erst am Stage Theater Neue Flora in Hamburg und von März 2019 bis Mai 2020 am Apollo Theater in Stuttgart.

Der Zuschauerpreis

Seit 1995 wird der undotierte Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele verliehen. Dank der Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die eine entsprechende Programmierung zur Verfügung gestellt hat, kann auch online abgestimmt werden. 

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten einen Silberring, den der Bad Hersfelder Goldschmied Matthias Laufer-Klitsch gemeinsam mit Volker Lechtenbrink - der von 1995 bis 1997 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele war – entwickelt hat. Die Ringe werden im Atelier des Juweliers von der Goldschmiedemeisterin Birgit Greß gefertigt.

Er zeigt die Bögen der Stiftsruine, eine lachende und eine weinende Maske als Symbol für das Theater sowie die Schwurhand Karls des Großen (die sich einst als steinerne Skulptur über der unversehrten Stiftskirche befand) als Symbol für die (reichs-)klösterliche Vergangenheit der Spielstätte.

,,Der Ring wird jedes Jahr angefertigt und mit einer entsprechenden Gravur versehen: Zuschauerpreis Bad Hersfelder Festspiele mit dem jeweils aktuellen Datum. Nach der Preisverleihung kommen die Preisträger*innen oft zu uns und lassen den Ring in der Ringweite anpassen, um ihn dann auch tragen zu können. Nicht selten stellt die Weitenänderung uns vor große Herausforderungen“, erzählt Goldschmiedemeisterin Birgit Greß und fügt hinzu: ,,Ich habe den Ring schon für eine zarte Frauenhand, Weite 52, als auch für eine Männerhand in Weite 74 passend gemacht.“

Preisträgerin in 2019 war Katharine Mehrling für ihre Rolle in „Funny Girl“. (PM/kai)

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