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Zuse-Scheune: ISB Projekt GmbH muss Rechtsstreit zahlen

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Den Rechtsstreit um die sogenannte Zuse-Scheune muss der früherer Investor zahlen. Der Stadt Bad Hersfeld entstehen keine Kosten. 
Den Rechtsstreit um die sogenannte Zuse-Scheune muss der früherer Investor zahlen. Der Stadt Bad Hersfeld entstehen keine Kosten.  © Kai A. Struthoff

Den Rechtsstreit um die sogenannte Zuse-Scheune muss der früherer Investor zahlen. Der Stadt Bad Hersfeld entstehen keine Kosten.

Bad Hersfeld – Eine aus Sicht der Stadt gute Nachricht hat diese in Sachen Zuse-Scheune erreicht: Den Rechtsstreit um das geschichtsträchtige Gebäude, das als Wiege des Computers gilt und in den vergangenen Jahren zum Schandfleck und Zankapfel geworden war (wir berichteten mehrfach), muss der ehemalige Eigentümer zahlen.

„So misslich dieser Rechtsstreit für die Stadtentwicklung war – Kosten kommen dafür auf die Kreisstadt nicht zu“, teilt diese mit. Der Magistrat sei von Justiziar Werner Steidel darüber informiert worden, dass mit Kostenfestsetzungsbeschluss des Verwaltungsgerichts Kassel vom 19. April das verwaltungsgerichtliche Verfahren den geplanten Abriss betreffend nun endgültig erledigt sei. Mit dem Resultat, dass die ISB Projekt GmbH als vorheriger Eigentümer alle seitens der Stadt verauslagten Kosten zuzüglich Auslagen zu erstatten habe, nachdem sie vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel ihre Klage zurückgenommen habe. „Die voreilige Pressemitteilung der ISB vom März 2021, wonach die Stadt neben den Prozesskosten im fünfstelligen Bereich auch die Gutachterkosten tragen müsse, hat sich als falsch herausgestellt“, so die Stadt.

Neue Eigentümer sind mittlerweile Björn Trieschmann und Lars Wilhelm, Gesellschafter des Mittelhessischen Bauhütte, die im November 2021 ihre Sanierungspläne für das Objekt vorgestellt hatten. Der ehemalige Eigentümer indes hatte den Abriss beantragt und, nachdem die Bauaufsichtsbehörde dies nicht genehmigte, den Klageweg beschritten.

Mittlerweile liegt den neuen Eigentümern eine städtische Baugenehmigung vor und im Inneren des Fachwerk-Gebäudes wird bereits gearbeitet. Erste Fenster wurden ebenfalls schon ausgebaut. Das Hessische Landesamt für Denkmalpflege fördert die Maßnahme.

Über die Gerichtsentscheidung freut sich auch Bürgermeister Thomas Fehling: „Das unmögliche Geschäftsgebaren des früheren Eigentümers hat dem Vorhaben großen Schaden zugefügt. Dass ihm jetzt zumindest in finanzieller Hinsicht vom Gericht eine klare Abfuhr erteilt wurde, finde ich persönlich richtig gut.“ Und: Immerhin hätten die „teilweise unrühmlichen Irrungen und Wirrungen des Projektes“ zumindest dafür gesorgt, dass noch ein ernsthafter Investor auf das Thema aufmerksam geworden sei. (red/nm)

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