Heftige Diskussionen in Verbandsversammlung

Zwei Abfallverbände im Kreis: AZV will Fusion mit MZV

Bad Hersfeld. Der Abfallwirtschafts-Zweckverband Hersfeld-Rotenburg (AZV) hat bei seiner Versammlung am Mittwochabend Verhandlungen über eine Fusion mit dem Müllabhol-Zweckverband Rotenburg zugestimmt. Der Entscheidung gingen heftige Diskussionen voraus.

Die Vorstandsvorsitzende Elke Künholz (SPD) sprach bei der Vorstellung ihrer Pläne von einem günstigen Zeitpunkt. Die Geschäftsführer beider Verbände müssten innerhalb der nächsten fünf Jahre neu gewählt werden. „Wenn beide Posten erstmal neu besetzt werden, würde das Verhandlungen deutlich verzögern“, sagte Künholz. Sie warb dafür, die Verhandlungen unter Begleitung eines externen und mit Fusionen erfahrenen Büros zu führen.

„Ich sehe das als einen Versuch der feindlichen Übernahme“, kommentierte das der MZV-Vorsitzende Hartmut Grünewald. Er warf dem AZV vor, bei einer Fusion Entlassungen in Kauf zu nehmen. „Arbeitsplätze und Standort sind nicht verhandelbar“, sagte er. Weil der MZV ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen sei, dass für faire Löhne und soziale Leistungen sorge, bringe dem Verband eine Fusion keine Vorteile. „Ich bin nicht prinzipiell dagegen. Aber sie macht nur dann Sinn, wenn sie ein Schritt in die Zukunft ist“, sagte Grünewald. „So lange diese Bedingungen nicht ausgeschlossen werden, sehe ich keinen Redebedarf.“

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Rubriklistenbild: © picture-all iance/ dpa

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