Nach dem Busunglück auf der A4: Ursache weiter unklar

Bad Hersfeld. Die meisten Verletzten sind aus dem Krankenhaus entlassen, einige liegen noch auf der Intensivstation.

Die Mehrheit der Verletzten ist bereits wieder nach Hause zurückgekehrt. 27 Reisende seien aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. 13 Schwerverletzte liegen aber teilweise noch auf der Intensivstation.

Angesichts des schweren Busunglücks in Osthessen mit vier Toten und rund 40 Verletzten am Dienstag hat ein Busverband höhere Leitplanken gefordert. Der Reisebus war am Dienstag auf der Autobahn 4 zwischen dem Autobahndreieck Kirchheim und der Anschlussstelle Bad Hersfeld mit einem schlingernden Auto zusammengestoßenund etwa 50 Meter eine Böschung hinunter gestürzt. Die Unfallursache ist noch unklar.

Schwerer Busunfall auf der A4

Sicherheitsexperte Hübner kritisierte, im Abschnitt des Unfalls seien die nur 70 Zentimeter hohen Leitplanken für einen rund drei Meter hohen Hochdeckerbus zu niedrig und nicht stabil. "Die Leitplanken müssten nicht nur höher sein, sie müssten auch fest in der Fahrbahn verankert sein", sagte er. Fest verankerte und höhere Leitplanken aus Stahl, wie sie vor Brücken bereits genutzt würden, wären zum Beispiel eine Alternative. Der RDA ist nach eigenen Angaben der in Europa führende Verband für die Bus- und Gruppentouristik.

Die Reisenden im Unglücksbus waren von der Pfalz auf dem Weg nach Leipzig, um dort den Jahreswechsel zu feiern. Die vier Toten waren nach Polizeiangaben Senioren, die aus der Pfalz in der Gegend um Landau (Rheinland-Pfalz) stammten. (dpa)

Lesen Sie dazu auch:
- Reportage vom A4-Unglück: Die Verletzten riefen um Hilfe

Rubriklistenbild: © dpa

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