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Zwischen den Zeilen: Bewegung in der Fußgängerzone

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Von: Christine Zacharias

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Christine Zacharias, Autor
Christine Zacharias, HZ-Redakteurin © Nadine Meier-Maaz

Um Radfahren in der Fußgängerzone, ein hartnäckiges Gerücht und zwei schlechte Nachrichten geht es in der aktuellen Kolumne von Christine Zacharias.

Da hat manch einer gestaunt, als die Stadt neulich verkündete, dass in der Bad Hersfelder Fußgängerzone das Fahrradfahren verboten sei. Das war früher so, ist dann aber irgendwann erlaubt worden. Es wäre ja auch grundsätzlich kein Problem, wenn Radler sich mit Vorsicht und gemächlichem Tempo durch die Innenstadt bewegten. Wir alle wissen, dass so viel vorbildliche Rücksichtnahme leider die Ausnahme ist.

Deswegen ist es sicher sinnvoll, den Fußgängerbereich grundsätzlich für Radler zu sperren, zumal gerade Kinder und Senioren besonders gefährdet sind und auch der normale Fußgänger sich nicht jedes Mal umschaut, wenn er von der einen auf die andere Seite wechselt. Zur Vermeidung von Missverständnissen wäre es aber sicher hilfreich, dieses Schild, das offenbar noch aus der Zeit stammt, als Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt war und das ein Leser am Linggplatz entdeckt hat, baldmöglichst zu entfernen.

In der Bad Hersfelder Innenstadt ist auch mit Blick auf die Geschäftswelt ziemlich viel Bewegung. Es gibt zwar leider einige bereits seit Längerem geschlossene Geschäfte und mit der Orsay-Filiale schließt das nächste in Kürze, doch an anderer Stelle künden Bauarbeiten davon, dass dort bald ein neuer Laden eröffnen wird. Gerüchte gibt es offenbar auch mal wieder zu C&A. Zwar ist auch bei C&A – ebenso wie bei Orsay – eine Umstrukturierung im Gange, und einige Filialen werden dieses Jahr geschlossen. Der Standort in Bad Hersfeld ist laut Pressstelle in diesem Jahr jedoch nicht betroffen. „Wir freuen uns, auch weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden vor Ort da zu sein“, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung weiter. Was das nun aber für das nächste Jahr und die weitere Zukunft bedeutet? Unklar. Ein weiterer Leerstand an dieser prominenten Stelle und in einem so großen Objekt wäre jedenfalls alles andere als wünschenswert.

Schon Anfang dieses Jahres hatte C&A übrigens verkündet, dass die Standorte in Bad Hersfeld und Fulda nicht von der Schließungsoffensive betroffen sind, im Städtchen verbreitet wird diese Nachricht aktuell trotzdem wieder. Wie seit Jahren alle paar Monate eigentlich ... Zumindest das lässt hoffen, dass es auch weiter nicht mehr ist als ein Gerücht.

Eine traurige Nachricht erreichte uns aus Oberaula. Bei den Frauen, die kürzlich in der Nähe von Gießen von einem Zug erfasst wurden, handelt es sich um eine Familie aus Afghanistan, die zunächst in Oberaula untergekommen war, informierte uns Donata von Schenck zu Schweinsberg, die sich unter anderem um die beiden Töchter der Familie gekümmert und Schwimmunterricht für Mädchen und Frauen aus Syrien und Afghanistan organisiert hatte. Darüber hatten wir im Jahr 2017 berichtet.

Erschreckend war auch die Nachricht von einem Überfall auf eine Galerie in Kassel, bei dem Bilder zerstört wurden. Die Inhaberin ist in Bad Hersfeld keine Unbekannte. Arya Atti hatte erst kürzlich im Kapitalsaal ihre Arbeiten ausgestellt.

Von Christine Zacharias

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