Wochenendkolumne

Zwischen den Zeilen: Gerüchte und Tatsachen

Nadine Meier-Maaz, Redakteurin der Hersfelder Zeitung
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Nadine Meier-Maaz, Redakteurin der Hersfelder Zeitung

In unserer Wochenendkolumne „Zwischen den Zeilen“ schreibt Nadine Meier-Maaz über Umzugsgerüchte bei der Post in Bad Hersfeld, die neue Fuldabrücke und Müllablagerungen im Wald.

Lange nichts gehört vom großen Umzug der Post in Bad Hersfeld, die zumindest teilweise bereits von der Hainstraße in die Rosmariengasse gezogen ist. Mit dem Auszug des Adler-Markts in der Breitenstraße scheint nun das Gerücht die Runde zu machen, die Post wolle in das demnächst vermutlich leer stehende mehrstöckige Gebäude mit Parkdeck einziehen. Das klingt nicht nur der vielen Fahrzeugbewegungen wegen wenig realistisch.

Auch Post-Sprecher Thomas Kutsch widerspricht. Zwar beteilige man sich grundsätzlich nicht an Spekulationen. Doch die Tinte für den tatsächlichen Umzug sei inzwischen getrocknet.

Die Immobilie an der Konrad-Zuse-Straße 19-21, also im Gewerbegebiet hinter den Bahngleisen, erfülle alle Anforderungen als Zustellstandort. Dort stünden zwar nun noch einige Umbauarbeiten an, nach Möglichkeit soll der Einzug aber im August 2022 vonstattengehen. Untergebracht werden sollen am neuen Standort unter anderem Postfachanlagen sowie die Administration.

Bei der Metro AG, der die von Adler gemietete Immobilie an der Breitenstraße gehört, ist man unterdessen auf der Suche nach einem Nachnutzer. Das Thema Wohnen in der City scheint an dieser Stelle jedenfalls erst mal nicht aktuell zu sein. „Metro Properties strebt eine Nachvermietung der Fläche im Bestand mit Einzelhandelsnutzung an“, heißt es aus der Pressestelle. Zu laufenden Gesprächen könne man sich indes nicht äußern. Früher oder später werden wir es sehen.

Ein weiteres Bauwerk, das unter anderem wegen der Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro (von denen die Stadt etwa die Hälfte zahlen muss) immer wieder für kritische Kommentare in den Sozialen Netzwerken sorgt, ist die neue Fuldabrücke in Bad Hersfeld nahe des Stadions. Ab Herbst sollte sie für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein, noch ist sie allerdings nicht freigegeben. Anfang August war das Mittelstück eingehoben worden.

Dass sich die Restarbeiten ein wenig verzögert haben, lag laut Stadt-Sprecher Meik Ebert daran, dass noch Kabel für eine bessere Beleuchtung im Umkreis der Brücke gezogen wurden. Aber: Im November soll die Brücke dann eingeweiht werden.

Ein Ärgernis, über das wir kürzlich berichtet haben, war der wilde Müll im Wald bei Holzheim. Besonders ärgerlich sind diese illegalen Ablagerungen auch deshalb, weil sie immer wieder überall im Landkreis vorkommen. Erklären kann man sich dieses Verhalten ohnehin kaum, vor allem, wenn es um private „Entsorgungen“ geht – die Gefahr, erwischt zu werden, ist groß und der aufwändige Transport nicht bequemer als die Fahrt zur Deponie oder die Anmeldung von Sperrmüll. 32 Ordnungswidrigkeiten und fünf Straftaten hat die Polizei in der Kategorie Müll vergangenes Jahr im Kreis verzeichnet. Zwölf der 32 Fälle wurden aufgeklärt. Zwischen Januar und Juli 2021 konnten zwei von zwölf Ordnungswidrigkeiten geklärt werden. Eine Straftat beginnt übrigens dort, wo der Paragraf 326 des Strafgesetzbuches zu „unerlaubtem Umgang mit Abfall“ betroffen ist und Gefahr für Mensch oder Tiere droht. Je nach Menge droht eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe. In Sachen Holzheim scheint die heiße Spur vielversprechend. (Nadine Meier-Maaz)

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