Wochenendkolumne

Zwischen den Zeilen: Posten, Sicherheit und ein Hündchen

Kai A. Struthoff
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Kai A. Struthoff

Um Posten in Berlin und in heimischen Gefilden, das ungute Gefühl mancher Bürger im Schilde-Park und einen schmerzhaften Abschied geht es in der neuen Kolumne von Kai A. Struthoff.

In Berlin wird in der kommenden Woche Olaf Scholz zum neuen Bundeskanzler gewählt. Auch über seine Ministerriege ist inzwischen einiges offiziell oder inoffiziell durchgesickert. Nur den Namen „unseres“ Staatsministers und SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth sucht man auf dem bislang bekannten Personaltableau vergebens. Es könnte sein, dass Roth trotz seines erneuten überwältigenden Wahlerfolgs beim Posten-Poker den Kürzeren zieht, denn es geht dabei zunächst um Proporz wie Geschlecht oder Landsmannschaft und erst danach um Kompetenz – so scheint es jedenfalls. Hinter den Kulissen wird aber offenbar bis zuletzt gekämpft. Drücken wir unserem „Mann in Berlin“ also fest die Daumen.

Sicher ist, dass Michael Roth das Auswärtige Amt verlassen wird. Deshalb ist er in diesen Tagen auf Abschiedstour durch Europa, denn er hat in vielen Ländern nicht nur Respekt, sondern auch Freunde gewonnen. In Paris wird Roth am Montag sogar zum „Offizier der Ehrenlegion“. À la bonne heure!

Um Personal und Posten geht es natürlich auch bei uns in heimischen Gefilden. In Friedewald wird noch ein neuer Bürgermeister gesucht. Im Buschfunk fällt immer öfter der Name einer jungen Frau, die, wenn das stimmen sollte, die interkommunale Zusammenarbeit dann quasi am heimischen Frühstückstisch pflegen könnte. Schauen wir mal ...

In Bad Hersfeld hat unterdessen die CDU die Weichen für eine personelle Verjüngung gestellt. Jan Saal wird künftig den Stadtverband führen. Und auch die Bürgermeisterwahl nehmen die Christdemokraten jetzt verschärft ins Visier. Wir hören von zwei spannenden Personalien, einem Mann und einer Frau, beide wohlbekannt, gut vernetzt und hochkompetent. Auch hier darf man sehr gespannt sein.

Die gefühlte Sicherheit und die tatsächliche Kriminalitätsstatistik sind zwei unterschiedliche Dinge. Auch wenn Bad Hersfeld, wie unsere ganze Region, gemessen an Großstädten immer noch sehr sicher ist, so trauen sich doch manche nur noch mit einem mulmigen Gefühl in die Stadt. Speziell der Schilde-Park macht manchen Angst. Der Stadtmarketingverein hat diese Stimmung erkannt und setzt das Thema nun auch mit Blick auf den bevorstehenden Wahlkampf auf die lokale Agenda. Die Grünen schlagen unterdessen im Zuge der Haushaltsverhandlungen vor, die Stelle eines Streetworkers für den Schilde-Park zu schaffen. Ein fester Ansprechpartner sei besser als der erhobene Zeigefinger, meinen sie. Reden hilft ja bekanntlich fast immer, aber ein wenig mehr Polizeipräsenz, auch zu späteren Stunden, wäre trotzdem wünschenswert.

Traurige Nachrichten erreichen uns von Ingrid Steeger, die ja seit ihrem Auftritt bei den Bad Hersfelder Festspielen in unserer Stadt lebt. Der Ex-Klimbim-Star trauert um seine Yorkshire-Hündin Eliza, die für sie oft Trost in schweren Stunden war. Ein neues Hündchen will sie sich nicht anschaffen, denn den Platz von Eliza könne keiner einnehmen. „Das Körbchen ist jetzt so leer wie mein Leben“, sagte Ingrid Steeger unseren Kollegen von der tz in München.

Vielleicht hilft Ingrid Steeger ja der Rat unserer scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in ihrer Abschiedsrede mahnte, wir sollten uns die „Fröhlichkeit im Herzen“ erhalten. In diesem Sinne: Bleiben Sie fröhlich – auch wenn es manchmal schwerfällt.

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