Wochenkolumne

Zwischen den Zeilen: Neue Impulse, neue Ideen, neue Leute

Jan-Christoph Eisenberg
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Jan-Christoph Eisenberg

Über die mögliche Nutzung der ehemaligen Kreisbahnstrecke und Perspektiven für den Förderkreis Museum schreibt Jan-Christoph Eisenberg in unserer Wochenkolumne.

Wer soll da eigentlich fahren? Diese Frage stellte sich nicht nur mancher Schenklengsfelder Kommunalpolitiker angesichts der Pläne von Bürgermeister Carl Christoph Möller, die ehemalige Kreisbahnstrecke für den Güterverkehr zu reaktivieren. Mit den Namen der angeblich zahlreichen ansiedlungswilligen Unternehmen hält der Rathauschef bislang beharrlich hinterm Berg.

Dafür hat sich nun eine Firma selbst ins Gespräch gebracht, die bislang offenbar niemand auf der Uhr hatte: Der Landhandel Brenzel könnte jährlich 15 000 Tonnen Getreide auf den Zug verladen – immerhin rund 600 Lkw-Ladungen, die statt über die Straße künftig übers Gleis rollen würden. Reicht das schon für den kostendeckenden Betrieb einer Bahnstrecke? Ich habe beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen nachgefragt. Die Antwort: Eine pauschale Aussage ist schwierig, da der Sanierungsaufwand bei der Kosten-Nutzen-Rechnung eine entscheidende Rolle spielt. Allerdings: 25 000 Tonnen pro Jahr sollten es nach Einschätzung des Verbandsgeschäftsführers Dr. Martin Henke schon sein. Die Getreidetransporte wären dafür also eine gute Grundlage, für eine erfolgreiche Reaktivierung der rostigen Strecke bedürfte es allerdings wohl mindestens eines weiteren Güterkunden.

Gute Nachricht vom Förderkreis Museum: Nach unserem Bericht über die bevorstehende Auslösung des Unterstützerkreises haben sich bei Bertold Schmidt und seinen Mitstreitern fünf Hersfelder Bürger gemeldet, die Mitglied im Verein werden wollen. Sie sind offenbar auch bereit, bei der nächsten regulären Mitgliederversammlung im Frühjahr Funktionen im Vorstand zu übernehmen. „Wir sind überaus glücklich und dankbar“, sagt Bertold Schmidt, für den es dabei ja auch um sein Lebenswerk geht. Zwischenzeitlich hat sich übrigens auch hr4 gemeldet, um über den Förderkreis zu berichten. Wir freuen uns natürlich auch, dass unsere Zeitung weithin gelesen wird und ein wenig dazu beitragen kann, dass manche Probleme gelöst werden können. (Jan-Christoph Eisenberg)

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