Wochenkolumne

Zwischen den Zeilen: Von Festen und Abschieden

Nadine Meier-Maaz
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Nadine Meier-Maaz

In unserer Wochenkolumne „Zwischen den Zeilen“ schreibt heute Nadine Maaz über die Suche nach einer kaufmännischen Leitung, Überlegungen für Feste, ein Kätzchen und einen leisen Abschied.

Ende des Monats, nach rund fünf Jahren, verlässt Andrea Jung die Stadt. 2017 hatte sie die kaufmännische Leitung bei den Bad Hersfelder Festspielen und damit die Nachfolge von Stefan Pruschwitz übernommen, der 2016 relativ überraschend gekündigt hatte. Auch beim Hessentag hatte Jung sich verdient gemacht.

Nun hat die Stadt die Stelle öffentlich ausgeschrieben. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt wird darin eine „Fachbereichsleitung für den Fachbereich Festspiele insbesondere für die kaufmännische Leitung der Festspiele mit der Durchführung der Spielzeiten ab 2022 in enger Abstimmung mit dem Intendanten“ gesucht – eine verantwortungsbewusste und engagierte Persönlichkeit, die über ein erfolgreich abgeschlossenes Master-Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Studienschwerpunkt Unternehmensführung, Controlling oder Rechnungswesen verfügt und eine für die Position angemessene, mehrjährige Berufserfahrung sowie Kenntnisse im Bereich Marketing und Vertrieb vorweisen kann. Ob schon Bewerbungen eingegangen sind und ob die Stelle zwingend extern besetzt werden soll oder auch eine verwaltungsinterne Lösung in Frage käme, will Stadtsprecher Meik Ebert zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten oder kommentieren. Früher oder später werden wir und alle anderen Festspiel-Interessierten es dann erfahren. Denn auch wenn es gerade noch mal sommerlich warm war: Das Weihnachtsgeschäft naht.

Apropos Weihnachten: Wie es nach dem offenbar gelungenen Weinfest denn eigentlich mit dem Weihnachtsmarkt aussieht, wollte ich von Matthias Glotz, dem Leiter des Fachbereichs Stadtmarketing, wissen. Letztes Jahr hatte der Markt wegen des damaligen Lockdowns ja kurzfristig wieder abgesagt werden müssen. Das zumindest sollte diesmal nicht drohen. Welche Regeln im Dezember gelten und wie sich das Infektionsgeschehen im Kreis entwickelt, ist indes völlig unklar, was die Planung nicht einfacher macht. Eines ist laut Glotz aber klar: „Wir wollen!“ Und eine seit Jahren vorhandene, aber bisher auch wegen Bedenken der Innenstadthändler nie umgesetzte Idee, spukt dabei sicher weiterhin in den Köpfen: Den Weihnachtsmarkt wie das jüngste Weinfest ebenfalls im Stiftsbezirk zu veranstalten.

Über einen dramatischen Feuerwehreinsatz haben wir in der Dienstagausgabe berichtet: Mit schwerem Gerät war es der Philippsthaler Feuerwehr nach mehreren Stunden gelungen, eine erst wenige Wochen alte Katze aus einem Abwasserrohr zu befreien. Und schließlich fand sich auch ein Tierarzt, der keine Bedenken hatte, auf den Kosten sitzen zu bleiben, und die Behandlung des unterkühlten und völlig erschöpften Tieres übernahm. Für die kleine Streunerin nahm der unfreiwillige Ausflug ins Abflussrohr übrigens gleich in mehrfacher Hinsicht ein glückliches Ende: Bei der Familie der Helferin, der es letztlich gelungen war, das Kätzchen aus der Leitung zu ziehen, hat es nun auch ein dauerhaftes Zuhause gefunden.

Sag beim Abschied leise Servus, säuselte dereinst Schlagersänger Peter Alexander. Daran hat sich dem Vernehmen nach auch Ex- Landrat Dr. Michael Koch gehalten. Sein Servus fiel jedoch so leise aus, dass es kaum jemand im Landratsamt gehört hat. Eine freundliche Abschiedsmail an alle soll es jedenfalls nicht gegeben haben, hört man. (Nadine Meier-Maaz)

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