Pressekonferenz im Amtsgericht - "Emil und die Detektive" als Kinderstück

Bad Hersfelder Festspiele: Intendant gibt Details zur Saison preis

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Gastgeber und Ensemble: Rechts unten Intendant Joern Hinkel, daneben Michaela Kilian-Bock, Direktorin des Amtsgerichts, hinten rechts Bürgermeister Thomas Fehling. Unten links Marianne Sägebrecht, dahinter von links Thorsten Nindel, Markus Majowski und Ronny Miersch.

Die 69. Bad Hersfelder Festspiele werden am 5. Juli von Marianne Sägebrecht, Ronny Miersch, Markus Majowski und Thorsten Nindel im Stück "Der Prozess" eröffnet. Auch weitere Details stehen fest.  

Passend zum Stück hatte Hinkel zur Pressekonferenz ins Bad Hersfelder Amtsgericht eingeladen. In Anwesenheit der genannten Künstler stellte er dort das Ensemble vor und gab außerdem weitere Details zur aktuellen Saison preis.

Die Pressemitteilung der Festspiele:

Ronny Miersch wird darin Josef K. spielen. Joern Hinkel ist froh, dass er die Hauptrolle trotz seiner vielen Theater-Engagements übernehmen wird: „Ronny Miersch habe ich zum ersten Mal im Schauspielhaus in Bochum auf der Bühne gesehen und war sofort fasziniert von seiner Präsenz. Mit vollkommener Ernsthaftigkeit spielte er da die komischsten Szenen. Seine Darstellung ist zielstrebig, klar, unverkünstelt, aber gleichzeitig strahlt er eine Zerbrechlichkeit und Verspieltheit aus. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Schauspieler, der diese ehrgeizige, eitle, im Verlauf der Geschichte langsam an sich zweifelnde Hauptrolle verkörpern kann, diesen Joseph K., der kaum in der Lage ist, Gefühle zu zeigen und sich hinter der Maske des erfolgreichen Bankers versteckt, der scheinbar immer alles unter Kontrolle hat.“

Bereits während des Studiums spielte Ronny Miersch am Schauspielhaus Bochum und blieb bis 2014 als festes Ensemblemitglied. 2012 wurde er mit dem Bochumer Theaterpreis in der Sparte „Bester Nachwuchskünstler“ ausgezeichnet. Seit 2014 ist er als freier Schauspieler und Choreograph für Bühnenkampf tätig. 

Das Medieninteresse war groß.

In dieser Zeit spielte er unter anderem am Staatstheater Augsburg den Brick in Die Katze auf dem heißen Blechdach (Regie: Matthias Fontheim), an der Komödie am Kurfürstendamm in Der Raub der Sabinerinnen (Regie: Katharina Thalbach), am Theater Münster in Ein Mann, zwei Chefs und Floh im Ohr (Regie: Christian Brey), am Schauspielhaus Bochum in Monty Python's Spamalot, Der Mann ohne Vergangenheit (Regie: Christian Brey) und Verbrechen und Strafe (Regie: Jan Klata). Zuletzt war er als Merkl Franz in Kasimir und Karoline (Regie: Frank Behnke) in Münster zu sehen. Außerdem spielt Ronny Miersch in verschiedenen Film- und Fernsehrollen, unter anderem im Tatort Köln.

Marianne Sägebrecht übernimmt Rolle der Haushälterin

Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie Der Rosenkrieg mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde, wird in Der Prozess die Rolle der Haushälterin Frau Grubach übernehmen. Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist glücklich, dass Marianne Sägebrecht zugesagt hat: „Sie ist eine Schauspielerin, die so viel Warmherzigkeit und Humor auf der Bühne ausstrahlt, wie ich es selten erlebt habe. In ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren Ton wird sie die Haushälterin von Josef K. spielen, eine Frau, die sich um den Angeklagten sorgt wie um einen Sohn, manchmal mehr, „als ihr vielleicht zusteht“, wie sie selber sagt. Ich bin überzeugt, dass ihre Wärme, ihre Offenheit und ihre direkte Art Kafkas Texten sehr zugute kommt. Seine Geschichten werden oft als düster empfunden, umso wichtiger ist es mir, das Stück mit Schauspielern zu besetzen, die Dialoge leichtfüßig und unpathetisch sprechen können, ohne die Tiefe und Doppelbödigkeit zu verlieren - Marianne Sägebrecht scheint mir in diesem Sinne die ideale Besetzung von Frau Grubach.“

Joseph K. wird von am Morgen seines 30. Geburtstags von Willem und Franz verhaftet. Markus Majowski kehrt nach Bad Hersfeld zurück und spielt Willem. Er wurde durch die Sat.1-Comedy-Serie Die dreisten Drei bekannt, spielte aber auch sechs Jahre lang an der Seite von Ulrich Mühe in Der letzte Zeuge (ZDF). Im Kino wandert er zum Beispiel als Cookie mit Ottos sieben Zwergen durch den Wald. Und auch auf der Theaterbühne begeistert Markus mit Erfolgsstücken wie Die 39 Stufen (2017/ Bad Hersfelder Festspiele) oder Weihnachten auf dem Balkon (2018, Theater am Dom, Köln). 

Fotos von der Festspiel-Pressekonferenz im Amtsgericht

Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Th omas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel
Pressekonferenz im Amtsgericht: Festspiel-Intendant Joern Hinkel hatte mit Blick auf das Eröffnungsstück "Der Prozess" den passenden Rahmen gewählt. © Thomas Landsiedel

Franz wird von Thomas Maximilian Held gespielt. Ihn kennt das Publikum aus sieben Staffeln Sechserpack und vielen anderen TV-Produktionen wie Lena - Liebe meines Lebens, Helen Dorn, Der Heldt, Der letzte Bulle oder Schillerstraße (mit Jürgen Vogel). Der in Köln geborene Österreicher war in Helmut Dietls Late Show oder auch im Kinofilm Miracle at St. Anna in der Regie von Spike Lee zu sehen. Am Theater spielte er unter anderem in Zauberhafte Zeiten in Düsseldorf, Messias in Gelsenkirchen oder 2018 mit Jürgen von der Lippe in dem Stück Die wollen nur spielen. Joern Hinkel hat die beiden Vertreter des Gerichts Franz und Willem, die Josef K. verhaften und später auch zu seiner Hinrichtung bringen, ganz bewusst mit zwei Erz-Komödianten besetzt: „Ich will erreichen, dass die Zuschauer - ähnlich wie Josef - die beiden Beamten zunächst nicht ganz ernst nehmen und sie unterschätzen. Josefs erste Reaktion ist: die machen sich einen Spaß mit mir. Umso unheimlicher stelle ich es mir vor, wenn sich diese komischen Figuren allmählich als gewissenlose Killer herausstellen.“

Ex-Lindenstraßen-Schauspieler Thorsten Nindel auch Part des Ensembles

Thorsten Nindel lieben die Fernsehzuschauer spätestens seit seiner Rolle als Zorro in der Lindenstraße. Und sie kennen ihn aus Serien wie Das Amt (RTL) oder Rote Rosen (ARD) – auch hier spielte er Hauptrollen. Zu sehen war er auch in zahlreichen Folgen des Tatort und des Polizeiruf 110 (ARD), er war Polizist in Der Landarzt, Kommissar im Doppelten Einsatz, Soldat in Africa mon amour, Nazi in Der Untergang der Gustloff, aber auch Feuerwehrhauptmann in Eine für alle und ein russischer Mig-Pilot in Ufos über Waterloo. Der Schauspieler hat aber die Bühne nie richtig verlassen. So trat er mit Dirk Bach am Theater am Ku’damm in dem Zweipersonenstück Klassentreffen oder gleich in drei Hauptrollen in den Venezianischen Drillingen am Ernst Deutsch Theater auf. Festspielerfahrung sammelte er zum Beispiel bei den Salzburger Festspielen oder auch in Bad Segeberg. Thorsten Nindel spielt in Der Prozess den Maler und Fotografen Titorelli.

Ingrid Steeger wird im Sommer in der Stiftsruine in Der Prozess ehemalige Nachtclub-Sängerin Gretchen Montag auftreten. Bekannt wurde sie durch Michael Pfleghars Kult-TV-Se¬rie Klimbim, in der sie das Nummerngirl sowie die schräge Göre Gaby war. Die Serie wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Unter der Regie von Michael Pfleghar dreht Ingrid Steeger auch die erfolgreichen Comedy-Serien Zwei himmlische Töchter (1978) mit Iris Berben und Susi (1980) mit Peer Augustinski. Danach war sie in vielen TV-Produktionen wie Der Kommissar, Derrick, Bewegte Männer oder auch Edel & Starck zu sehen. Auch in den Erfolgsmehrteilern Wilder Westen inklusive und Der große Bellheim von Dieter Wedel spielte sie Hauptrollen. Zugleich feiert sie bis heute deutschlandweite Bühnenerfolge.

Zwei Publikumslieblinge kommen erneut nach Bad Hersfeld: Corinna Pohlmann und Matthias Schlung treten ebenfalls in Der Prozess auf.

Der Prozess: Erlebnisse aus Prager Nachtleben fließen in Fassung ein

Kafkas PROZESS, einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, sprüht vor komischen, absurden Situationen, ist manchmal tiefsinnig und traurig, aber genauso naiv und verspielt. „Dass Kafka ein begeisterter Kinogänger und Witze-Erzähler war, merkt man den slapstick-haften Szenerien hier ganz besonders an“, sagt Regisseur Joern Hinkel.

„Kafka war ein regelmäßiger Besucher von Tanzlokalen, seine Erlebnisse aus dem Prager Nachtleben fließen auf jeden Fall in unsere Fassung mit ein“, betont Joern Hinkel. „Tagsüber irrt Josef K. durch die Instanzen der Gerichte, nachts versucht er, diesem Albtraum in Nachtclubs zu entfliehen. Es wird gesungen und getanzt, inspiriert durch die überbordende Swing-Musik der 20er Jahre. Ein Tanz auf dem Vulkan! Ich will versuchen, diese besondere Kafka’sche Mischung aus Poesie, Finsternis, Humor und Musik auf die Bühne zu bringen, mit einem ganz und gar außergewöhnlichen Schauspieler-Ensemble.“

Zum Inhalt: Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags in seinem Schlafzimmer verhaftet. Die beiden Herren, die plötzlich im Auftrag des Gerichts neben seinem Bett stehen und ihm genüsslich sein Frühstück wegessen, nennen ihm keine Gründe dafür. Vergeblich versucht er herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde. Auf seiner fieberhaften Suche irrt er durch ein mysteriöses Gerichtsgebäude, dessen Kanzleien sich auf den Dachböden heruntergekommener Mietskasernen befinden. Am Ende findet er sich in einer leeren Kathedrale wieder: Hier sucht er nach Klarheit, nach Erlösung, doch selbst der Kaplan arbeitet im Auftrag des Gerichts ...

Funny Girl mit Katharine Mehrling, Alen Hodzovic und Heinrich Schafmeister 

Auch Funny Girl, das neue Musical des Sommers 2019, ist hochkarätig besetzt. Musical-Star Katharine Mehrling wird Fanny Brice spielen und die Entwicklung eines unscheinbaren Mädchens zum Star zeigen. Alle Träume scheinen in Erfüllung zu gehen. Eine große Karriere, ein wunderbarer Mann – der sich dann aber als ruinöser Spieler entpuppt. Diesen Nick Arnstein spielt Alen Hodzovic. Ihn kennen die Festspiel-Besucher zum Beispiel aus TITANIC in der Stiftsruine.

Auch Katharine Mehrling hat das Publikum in Bad Hersfeld bereits überzeugt: in Kiss me Kate (2014). Die gebürtige Hanauerin studierte in New York. Seit 2000 lebt sie in Berlin, wo sie bereits zum fünften Mal mit dem Publikumspreis Goldener Vorhang als beliebteste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde ihr 2016 der Berliner Bär und der BZ Kulturpreis verliehen. Es gibt kaum eine große Musical-Rolle, in der Katharine nicht inzwischen überzeugt hat. In dem speziell für sie geschriebenen Musical The birds of Alfred Hitchcock, 2010 im Stadttheater Bielefeld uraufgeführt, spielte sie außerdem die Rolle der Hollywood-Legende Tippi Hedren. Dem Film- und Fernsehpublikum ist Katharine Mehrling durch den Bryan-Singer-Film Operation Walküre und die Traumschiff-Folge Mauritius bekannt. In dem in Kapstadt gedrehten Sat1 Film Liebe auf den ersten Trick war sie an der Seite von Dieter Hallervorden, Veronica Ferres und Steffen Groth zu sehen.

Die Rolle des Florenz Ziegfeld jr. in Funny Girl wird Heinrich Schafmeister spielen. Die größte Popularität erlangte er durch seine Darstellung des Sängers Erich A. Collin im Kinofilm Comedian Harmonists, für die er auch den Bayerischen Filmpreis bekam. Dem Fernsehpublikum ist er durch sehr viele Rollen bekannt, vor allem durch die des treuen Wilsberg-Freundes Manni Höch oder auch die Vaterrolle in der erfolgreichen Kinderserie Wie erziehe ich meine Eltern.

Zum Ensemble von Regisseur Stefan Huber gehören außerdem Marianne Larsen, Marc Seitz, Sylvia Wintergrün, Pamela Zottele, Konstantin Zander und viele andere.

A long way down mit Karsten Speck im Schloss Eichhof

Karsten Speck spielt Martin in A long way down nach dem Roman von Nick Hornby in der Bühnenfassung von Bettina Wilts und der Regie von Christian Nickel. Sein Handwerk erlernte der Schauspieler, Musiker und Moderator Karsten Speck an den Berliner Hochschulen Hanns Eisler und Ernst Busch. Nach seinem Diplom überzeugte Speck im politischen Kabarett DIE DISTEL in Berlin und erlangte als Moderator der Kult-Sendung Ein Kessel Buntes Berühmtheit. Rollen in den ZDF-Serien Freunde für's Leben, Hallo Robbie! und Das Traumschiff vergrößern seine Fangemeinde. Zuletzt war Karsten Speck in Christian Ulmens und Fahri Yardims Comedy-Format Jerks. auf ProSieben zu sehen. Er moderiert neben seinen Theater-Engagements derzeit auch die Show in Alfons Schuhbecks Teatro in München.

In der Erfolgsproduktion und deutschen Erstaufführung Shakespeare in Love in der Regie von Antoine Uitdehaag treten auch im Sommer 2019 unter anderen Natalja Joselewitsch, Dennis Herrmann, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Jens Schäfer, Uwe Dag Berlin, Robert Joseph Bartl, Christian Schmidt, Bettina Hauenschild, Tilo Keiner, Hanns Jörg Krumpholz u.v.a.m. auf.

Der Publikumsrenner HAIR, inszeniert von Regisseur Gil Mehmert ist ebenfalls wieder erstklassig besetzt. Unter anderen spielen und singen Christof Messner, Bettina Mönch, Victor Hugo Barreto, Eva Zamostny, Ruth Fuchs und Thorsten Krohn.

Das Kinderstück: Emil und die Detektive

Neu im Spielplan ist das Kinderstück "Emil und die Detektive" von Erich Kästner
als Musical für kleine und große Zuschauer ab 5 Jahren ab Sonntag, 11. August 2019 in der Stiftsruine.

Intendant Joern Hinkel zeigt auch in diesem Sommer wieder eine Inszenierung für kleine und große Zuschauer, Schulklassen und Familien. Er hat Erich Kästners Emil und die Detektive ausgewählt und wird selbst Regie führen: „Erich Kästners EMIL ist für mich eine Geschichte über Zusammenhalt, heute würde man sagen über „Solidarität“. Eine Gruppe von Kindern hilft, ohne mit der Wimper zu zucken, einem vollkommen fremden Jungen, der sich zum ersten Mal in einer Großstadt aufhält, bei der Jagd nach einem Dieb. Sie fangen den Gangster, indem sie zusammenhalten. Heute scheint es mehr Interesse an Mobbing und Wettbewerb, als an Zusammenhalt zu geben.“

Emil reist das erste Mal in seinem Leben in die Großstadt, nach Berlin zu seinen Verwandten. Seine Mutter hat ihm 140 Mark für die Großmutter mitgegeben. Aber kaum ist er im Eisenbahnabteil angekommen, wird ihm das Geld von einem Mitreisenden gestohlen. Weil Emil daheim etwas ausgefressen hat, traut er sich nicht, sich an den Polizisten auf dem Bahnsteig am Zoologischen Garten zu wenden. Also nimmt er auf eigene Faust die Verfolgung des Diebes auf. Auf seiner Suche wird er von einer Gruppe Berliner Jungs und Mädchen unterstützt. Ein großes Abenteuer inklusive nächtlicher Hotelbeschattung, Verfolgungsjagden und einem Finale in der Polizeiinspektion beginnt ... Komponist Marc Schubring und Autor Wolfgang Adenberg haben aus Kästners Klassiker ein Musical für die ganze Familie geschaffen, das mit seinen gefühl- und temperamentvollen Songs das Berlin der 1920er-Jahre wieder aufleben lässt.

Das Rahmenprogramm der Festspiele:

Das Rahmenprogramm der Bad Hersfelder Festspiele war früher ein Aushängeschild und soll es offenbar wieder werden, zum Beispiel mit der neuen Spielstätte im Museum. Hier finden Lesungen, Konzerte, die Late-Night-Show, kleinere Theateraufführungen und die Einführungsvorträge statt, die das Angebot der großen Bühne erweitern, vertiefen, reflektieren.

Das Museum an der Stiftsruine mit seiner historischen Fachwerk-Architektur, seinen verwinkelten Räumen und geheimen Treppen hat mich schon immer fasziniert“, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel.

Gezeigt wird hier zum Beispiel Nipplejesus von Nick Hornby in einer Inszenierung von Bettina Wilts. Premiere ist am Samstag, 27. Juli , um 20 Uhr in der Kapelle. Darin geht es um einen Museumswärter, der eine aus Pornobildern gestaltete Jesusfigur bewachen muss. Das Kunstwerk heizt eine wüste Debatte in der Stadt an und versetzt die Öffentlichkeit in Aufruhr. Ist das Blasphemie oder moderne Kunst? Auch Dave ist zunächst geschockt, doch dann beginnt er über Kunst nachzudenken. Weitere Aufführungstermine bis zum 8. August.

Ein Bericht für die Akademie von Franz Kafka von und mit Samuel Koch und Robert Lang steht am Sonntag, 18. August, ab 21 Uhr im Kapitelsaal auf dem Programm.

Ein Affe steht vor einer Gruppe von Wissenschaftlern und spricht von seiner Menschwerdung. Er berichtet von der Gefangennahme in Afrika, den Auftritten im Varieté und seiner Anpassung zum fast vollkommenen Menschen. Die beiden Schauspieler Samuel Koch und Robert Lang entwickeln gemeinsam eine höchst faszinierende Choreographie des Bewegens und Sprechens. Briefe an den Vater von Franz Kafka liest Christian Nickel, begleitet von Joern Hinkel am Klaviert, am Sonntag, 21. Juli, ab 21 Uhr im Kapitelsaal. Kafka verfasste 1919 einen Brief an seinen Vater, den er aber nie abschickte. Die 103 handschriftlichen Seiten gehören zu den aufschlussreichsten Schriften des Autors, ein – wie er selber sagte – „Advokatenbrief voller Kniffe“, in dem er sein ganzes Schreiben als ein „selbstän- diges Wegkommen vom Vater“ beschreibt.

Unter dem Titel Nachteulen steht der Late-Night-Talk der Festspiele im Museum von und mit Dominic Mäcke sowie Ensemble-Mitgliedern, der ab dem 13. Juli jeweils samstags um Mitternacht stattfindet. Gastgeber Dominic Mäcke dazu immer andere Schauspieler, Sänger und Musiker der Festspiele ein. Die Bar ist geöffnet. Es wird gesungen, getalkt, improvisiert, rezitiert.

Das Sommerfest im Festspielpark findet diesmal am Sonntag, 11. August, ab elf Uhr statt. Am letzten Ferientag laden das Festspiel-Team, Schauspieler, Sänger, und Musiker ins Foyer im Grünen. Ein buntes Programm mit Szenen, Songs, Gedichten und Geschichten, ein Blick hinter die Kulissen. Unsere Zuschauer können mit den Darstellern der Festspiele plaudern und Autogramme sammeln.

Musical-Star Katharine Mehrling mit dem Ensemble und dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele gestalten am Sonntag, 1. September, ab 20 Uhr in der Stiftsruine die Abschlussgala. Versprochen wird ein zauberhaftes, außergewöhnliches Konzert mit klassischen und modernen Orchesterstücken, Film- und Theatermusiken, Soli, Duetten und hinreißenden Ensemble-Nummern.

Im Rahmen der Abschluss-Gala wird außerdem der begehrte Zuschauerpreis verliehen. (red/nm)

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