Eine Milliarde Umsatz

Bad Hersfeld: Zoll-Auktion ist eine Erfolgsgeschichte

Die Hersfelder Zöllner  mit Staatssekretärin Christine Lambrecht (BMF, 3. von rechts) Foto: Hauptzollamt Gießen/NH

Bad Hersfeld – Das virtuelle Auktionshaus des Zolls, die Zoll-Auktion, hat im vergangenen Jahr die Umsatzgrenze von einer Milliarde erreicht.

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Christine Lambrecht nahm dies zum Anlass, sich die Auktion in Bad Hersfeld anzuschauen und zeigte sich erfreut über die Erfolge.

„Mit fast 600 000 Auktionen und über einer Milliarde Euro Umsatz in dieser Zeit ist die Zoll-Auktion ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der Zollverwaltung. Neben der Erzielung von Einnahmen trägt sie zur Bekanntheit der Zollverwaltung bei“, würdigte die Staatssekretärin die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner in Bad Hersfeld.

Seit fast 17 Jahren kommen in dem virtuellen Internet-Auktionshaus für Bund, Länder und Gemeinden unter www.zoll-auktion.de gepfändete, beschlagnahmte und ausgesonderte Artikel unter den Hammer.

„Mit der Versteigerung von Pfandsachen im Internet kann der Zoll seinen Vollstreckungsauftrag im Interesse des Gläubigers optimal erledigen“, so die Staatssekretärin. Seit Bad Hersfelder Zöllner die Idee hatten, Pfandsachen nicht mehr wie früher üblich per Hand und Auktionator sondern im Internet zu versteigern und der damalige Bundesfinanzminister die Zoll-Auktion im März 2002 auf der Cebit in Hannover einführte, ist die Auktion stetig gewachsen.

Schnell öffnete der Zoll sie nicht nur allen Zolldienststellen, sondern auch allen andere Behörden.

Unerschöpfliches Angebot

Die redaktionelle Steuerung der Zoll-Auktion erfolgt auch heute noch dort, wo sie einst entstand, beim Hauptzollamt Gießen in der Vollstreckungs- und Verwertungsstelle am Dienstsitz Bad Hersfeld.

„Heute bieten 4855 Behörden in durchschnittlich 1900 Auktionen täglich ein fast unerschöpfliches Angebot in verschiedenen Kategorien an“, sagt Reiner Emmerich, der Leiter der Vollstreckungsstelle in Bad Hersfeld, der von Anbeginn dabei ist.

Neben Elektronik, Bekleidung und Spirituosen ist insbesondere das Angebot von Gebraucht- und Jahreswagen vielfältig und deshalb sehr gefragt.

Aber nicht nur die Zahl der Anbieter hat sich erhöht. Kontinuierlich wuchs neben der Zahl der Bieter, die Anzahl der Auktionen, und auch die Umsätze stiegen.

Waren es anfänglich nur kleinere Beträge, die durch die Versteigerungen in die Staatskasse gespült wurden steigerten sich die Umsätze in den vergangen zehn Jahren fast auf das Doppelte.

Mit dem Jahresumsatz von 83,6 Millionen Euro wurde 2018 dann auch ein Gesamtumsatz seit Bestehen der Auktion von einer Milliarde Euro erreicht.

Die Erlöse für die öffentlichen Kassen überschritten gleichzeitig die 30 Millionen-Marke. 

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