Finale mit Überraschungen

Abschlussgala der Festspiel-Talkrunde "Nachteulen"

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Zur Absch(l)ussgala der Nachteulen hieß Dominic Mäcke alle Gäste im ausverkauften Kapitelsaal mit einem Haselnussschnaps herzlich willkommen.

Zur Absch(l)ussgala der Nachteulen hieß Dominic Mäcke alle Gäste im ausverkauften Kapitelsaal mit einem Haselnussschnaps herzlich willkommen.

Als Erste saß Martina Lechner, die Jeanie aus „Hair“, auf dem blauen Sofa, die einen eigenen Podcast, natürlich zum Thema „Musical & mehr...“ betreibt und eigentlich gar keinen Schnaps trinkt, außer diesmal. Die stolze Tante liebt ihr „analoges“ Familienleben an den wenigen freien Wochenenden zwischen ihren Engagements und benutzt die digitale Welt vorrangig nur geschäftlich zur eigenen Präsentation. Und daher bleibt auch beim Essen ihr Handy fern.

Dann der erste Überraschungsgast. Er ist bei den Bad Hersfelder Festspielen meistens unsichtbar versteckt im Backstage. Bei ihm würde man es aber sofort hören, wenn er einmal nicht da wäre: Eike Jamelle vom Team Audio zuständig für Drahtlostechnik und Backline. Und sonst ist er auch noch Schlagzeuger und Zauberer, aber da eher ein Manipulator. 

Ein was? Ja ein Manipulator – so einer, der mit der Geschicklichkeit der Hände zaubert. Eike Jamelle zeigte, wie man den rechten Daumen hochhält, was ja jeder kann und dann aber den kleinen Finger abspreizt und den Daumen wieder einzieht. Ok, das ist recht simpel. Aber nun bitte mit beiden Händen, zuerst synchron und danach asynchron. Und spätestens hier setzte wegen der eigenen Unbedarftheit großes Gelächter ein.

Natascha Hirthe, in „A Long Way Down“ spielt sie Maureen, als zweiter Gast auf dem blauen Sofa hatte dann sogar ihren eigenen Schnaps, beziehungsweise das, was nach drei Monaten Festspielzeit davon noch übrig war, für Dominic und Martina mitgebracht. Es war ein Mirto Rosso aus den Beeren der Myrte von Sardinien, der den drein wahnsinnig lecker schmeckte.

Natascha war im kurzen Schwarzen mit zart rosengeschmückten Tülloberteil und dazu perfekt abgestimmten Schuhen erschienen und fühlte sich ein klein bisschen overdressed, da Dominic Mäcke zu ihr gesagt hatte: „Komm nach Mitternacht zu mir“. Natascha Hirthe war bereits unter Helmut Stauss 1995 als Angelique in „Arlecchinos Herren“ im Eichhof zu sehen. 

Eine Sommerliebesgeschichte

Rückblickend ist sie glücklich wieder hier zu sein: „Okay, hallo, ist mir gar nicht aufgefallen, aber irgendwie hab ich die Jahre ganz gut überstanden“. Ja, und sie hatte hier auch ihren späteren Freund Julian Weigend, mit dem sie elf Jahre liiert war, kennen und lieben gelernt – eine wahre Sommerliebesgeschichte.

Der nächste Überraschungsgast Peter Englert konnte den Festspielen erhalten bleiben, da er als Stand-up mit immerhin zwanzig Prozent der Stimmen nur ganz knapp das Finale um die Oberbürgermeisterwahl in Worms verpasst hatte, sodass er nun doch seine drei Rollen als Robin (Shakespeare in Love), Chas (A Long Way Down) und Wachtmeister Lurje (Emil und die Detektive) spielen konnte. 

Aber nun sitzt er im Stadtrat von Worms, wenn er nicht gerade in Bad Hersfeld spielt. Mit Unterstützung des Festspielduos Jörg Grünsfeld (Klavier) und Eike Jamelle (Schlagzeug) und einer Kurzprobe zwischen Emil und dem Eichhof sang er „Ihnen zu Liebe habe ich heimlich Englisch gelernt“ über das verzwickte Erlernen einer Fremdsprache, um der Angebeteten endlich die Liebe gestehen zu können.

Es musste eine 1-Euro-Konfetti-Kanone herhalten

Um die Abschlussgala der Nachteulen gebührend feiern zu können, sollte ein Tischfeuerwerk gezündet werden, was es jedoch in ganz Bad Hersfeld nicht zu kaufen gab. Deswegen mußte nach der „Ode an die Freude“ eine 1-Euro-Konfetti-Kanone herhalten. Gemeinsam mit dem vierten Überraschungsgast Intendant der Herzen, Joern Hinkel, trug Dominic Mäcke Schillers Text vor und zündete das Konfetti zum Abschluss einer durch und durch erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Nachteulen“ der Bad Hersfelder Festspiele. (sen)

Quelle: Hersfelder Zeitung

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