Für Bürgermeister ein "Überraschungsangriff"

Finanzierung nicht geklärt - Festspielplanungen liegen auf Eis

Bad Hersfeld. Bürgermeister Thomas Fehling betont, dass mit der Verschiebung des Beschlusses, den erhöhten Finanzmittelbedarf der Bad Hersfelder Festspiele in Höhe von 175 935 Euro zu genehmigen, bei den Festspielen de facto Handlungsunfähigkeit eingetreten ist. Dies komme einer Haushaltssperre gleich.

Die in der Stadtverordnetenversammlung beantragten zusätzlichen Mittel dienten dazu, die Aufgaben der Festspiele abzuarbeiten, die noch innerhalb des Haushaltsjahres 2015 für die Spielzeit 2016 anfallen. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am letzten Donnerstag den Beschluss mit Mehrheit der SPD/Grünen-Fraktion zurückgestellt.

„Ohne die Budgeterhöhungen müssen die 175 000 Euro nun an anderer Stelle innerhalb des Festspieldeckungskreises eingespart werden. Da bereits vertraglich vereinbarte Verpflichtungen erfüllt werden müssen, bleiben zum Einsparen nur noch die Budgets für die Vorbereitungen der Saison 2016. Somit liegen die Arbeiten für die neue Spielzeit so lange auf Eis, bis die Finanzierung der 175 000 Euro geklärt ist“, teilt Fehling mit.

Betroffen davon seien auch die Vorbereitungen für die Spielzeit 2016, die nun hätten anlaufen müssen, um den Vorverkauf zu starten, Schauspieler zu finden und die technischen Vorbereitungen in Gang zu bringen.

Fehling weist ausdrücklich darauf hin, dass die Höhe des Finanzmittelbedarfs den Gremien zeitnah nach Beendigung der Spielzeit und Vorlage konkreter Zahlen im Oktober 2015 mitgeteilt und auch veröffentlicht worden sei.

Die Festspiele würden dem Rechnungsprüfungsamt in der kommenden Woche alle Zahlen zur Verfügung stellen. Die Prüfung werde von Intendant Dieter Wedel und Bürgermeister Thomas Fehling, wie sie auf der Pressekonferenz und in allen Interviews ausdrücklich betonten, sowie von der Verwaltung begrüßt und forciert.

„Wenn ich von dem Antrag etwas früher erfahren hätte, hätten wir die Chance gehabt, die Auswirkungen abzuschätzen und vielleicht eine andere Lösung zu finden. So hätte man die Budgeterhöhung beschließen können, damit weitergearbeitet werden kann – und parallel dazu die Prüfung veranlasst. Durch den Überraschungsangriff am Donnerstagabend war dies nicht möglich“, stellt Fehling fest. 

Rubriklistenbild: © Landsiedel

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