Intendant Wedel plant Zusatzvorstellungen

Festspiele: Luther und Titanic sind schon ausverkauft

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Dieter Wedel schreibt auf Mallorca an seinem Stück über Martin Luther.

Bad Hersfeld. Viereinhalb Monate vor Beginn der Bad Hersfelder Festspiele sind das Stück „Luther – Der Anschlag“ und das Musical „Titanic“ schon fast völlig ausverkauft.

Einen solchen Ansturm auf Karten gab es nach Angaben der Festspielverwaltung noch nie in der 67-jährigen Geschichte. Intendant Dieter Wedel plant deshalb für beide Stücke je drei Zusatzvorstellungen.

„Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg, der zeigt, dass unser Weg der Veränderungen bei den Festspielen angenommen wird“, sagte Wedel in einem Telefongespräch mit unserer Zeitung. Der Intendant schreibt derzeit auf Mallorca gemeinsam mit seinem Stellvertreter Joern Hinkel fieberhaft an den letzten Seiten der Bühnenfassung für das Luther-Stück. „Ich habe große Angst, die hohen Erwartungen des Publikums nicht zu erfüllen“, gibt Wedel zu. Der große Zuspruch beim Vorverkauf sei „ein fragiler Erfolg, wir dürfen das Publikum jetzt nicht enttäuschen,“ weiß der Intendant. Es gebe einen Vertrauensvorschuss, wie man ihn sonst nur aus Salzburg oder Bayreuth kenne. „Das ist ein riesiges Kapital, mit dem man behutsam umgehen muss“.

Deshalb dürfe auch bei den Schauspielern nicht gespart werden. Wedel kündigt an, dass es in diesem Jahr „das größte Ensemble gibt, was wir je hatten“. Allein die Hauptrolle des Luther werde von fünf Schauspielern gespielt, um die Gegensätzlichkeit des Reformators herauszuarbeiten. „Eigentlich habe ich alle Schauspieler“, sagt Wedel, allerdings gebe es noch keine Verträge, weil das Stück noch nicht ganz fertig sei. Deshalb drängt aber auch die Zeit, denn die Schauspieler hielten sich alle frei für Bad Hersfeld und würden notfalls auch andere Engagements absagen.

Im März will Wedel bei einer Pressekonferenz die Namen des Ensembles bekanntgeben. Ende April sollen bereits die Dreharbeiten für die Einspielfilme zum Luther-Stück beginnen.

 

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