Nach Nein der Stadtverordneten

Keine Festspiel-GmbH: Intendant in Sorge

In Sorge um die Bad Hersfelder Festspiele: Intendant Joern Hinkel

Bad Hersfeld. In Sorge um die Zukunft der Bad Hersfelder Festspiele hat Intendant Joern Hinkel auf das Nein der Stadtverordneten zur Ausgründung des Theaterbetriebs reagiert.

Der Beschluss für eine gemeinnützige Festspiel-GmbH war am Donnerstagabend an einer fehlenden Ja-Stimme gescheitert: SPD, Grüne/NBL, Die Linke und der fraktionslose Parlamentarier Jochen Kreissl (NBL) hatte gegen den Weg in eine neue Gesellschaftsform votiert, die 19 Ja-Stimmen von CDU, FDP, UBH und FWG reichten somit nicht aus.

Bisher sind die Festspiele ein städtischer Regiebetrieb, der direkt aus dem städtischen Haushalt finanziert wird. Der Zuschuss von derzeit rund 1,4 Millionen Euro ist eine sogenannte freiwillige Leistung, die bei kritischer Haushaltslage möglicherweise auf dem Prüftstand steht.

„Ich werde diejenigen beim Wort nehmen, die meinten, alle von uns vorgetragenen Punkte seien genauso problemlos in einem städtischen Regiebetrieb realisierbar“, erklärte Joern Hinkel auf Anfrage und nannte als Beispiele Kooperationsverträge über mehrere Jahre, mehr Entscheidungsbefugnis bei Auftragsvergaben und die Anpassung des Abrechnungsjahres an die Festspielsaison. Hinkel zeigte sich zudem enttäuscht, dass „eine wichtige Chance vertan wurde, den Festspielen eine passende Organisationsstruktur zu geben, die einem großen, modernen Festspielbetrieb gerecht wird.“

Der Intendant weiter: „Ich kann nur empfehlen, dass alles dafür getan wird, die Festspiele auf diesem bundesweit anerkannt hohen Niveau zu halten und keine Abstriche in der Qualität zu machen.“ Ansonsten sieht Hinkel „wenige Chancen, dass die Bad Hersfelder Festspiele weiterhin zu den in Deutschland führenden Sommerfestivals gehören werden. Dadurch würde alles, was wir in den letzten Jahren als Festspiele erreicht haben, zunichte gemacht.“

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