Bad Hersfelder Festspiele

Sondervorstellung für den Solo-Auftritt: Letzte Chance für "Nipplejesus"

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Interessante Entdeckungen: Der Technische Leiter Dietmar Wolf, Museumsleiter Reinhold Schott und Regisseurin Dr. Bettina Wilts (von links) freuen sich, dass die „Nipplejesus“ so gut angekommen ist und haben Spaß mit dem multifunktionalen Kunstwerk „Mückenstürmer“.

Es ist die letzte Gelegenheit für ein besonderes Theatererlebnis: Das Ein-Personen-Stück  "Nipplejesus" nach Nick Hornby wird am Freitag und Samstag noch einmal gezeigt.   

Beginn ist jeweils um 18 Uhr in der kleinen Kapelle des Museums. Wegen des großen Erfolges wird es zwei Sondervorstellungen des Stücks, in dem Andrés Mendez unter der Regie von Bettina Wilts als Museumswärter Dave über Sinn und Unsinn moderner Kunst und viele andere Dinge räsoniert, geben.

Über die positive Resonanz freut sich Dr. Bettina Wilts ganz besonders. Denn sie ist es, die in diesem Jahr den britischen Autor Nick Hornby zu den Bad Hersfelder Festspielen gebracht hat. Sie hatte das Ein-Personen-Stück ausgegraben und schon im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Sie hat auch die Bühnenfassung des Eichhof-Stücks „A Long Way Down“ geschrieben, das zum ersten Mal überhaupt auf einer Bühne zu sehen war.

Der Eichhof sei sehr gut geeignete für zeitgenössische Stücke und entwickle sich immer mehr zu einer Spielstätte für Gegenwartsdramatik, stellt Bettina Wilts fest. Auch das Publikum habe sich geändert und käme nicht mehr überwiegend aus der Region, sondern auch von weiter her.

Es gibt bereits neue Ideen für die kleine Kapelle im Museum

Einen neuen Hornby wird es aber wohl im kommenden Jahr weder im Eichhof noch im Museum geben. Wilts denkt jedoch darüber nach, weitere Werke des britischen Autors auf ihre Theatertauglichkeit hin unter die Lupe zu nehmen und dann auch zu bearbeiten, wenn es grünes Licht vom Verlag dazu gibt.

Für die kleine Kapelle im Museum hat sie jedoch bereits Ideen für die kommende Saison, die sie noch nicht verraten will. Der kleine Raum aus karolingischer Zeit, der ehemals zum Kloster Hersfeld gehörte und den Mönchen zur Andacht diente, sei jedoch eine echte Entdeckung, freut sich Wilts. Sie beobachtet immer wieder, dass die Besucher der Vorstellungen die Blicke schweifen lassen, die alten Skulpturen und vor allem die Replik des Ulenroder Kruzifixes betrachten und auch die Reste der Wandmalereien aus dem 11. Jahrhundert.

Auch in späteren Jahrhunderten wurde die Kapelle genutzt, berichtet Museumsleiter Reinhold Schott und weist auf Wandmalereien aus dem frühen 19. Jahrhundert hin, die von den Freimaurern stammen. Die Freimaurer wurden in Bad Hersfeld 1818 gegründet und haben in der Kapelle ihre Versammlungen abgehalten.

Wie geht es mit der Skulptur "Mückenstürmer" weiter?

Die Exponate des Museums werden ergänzt durch die „Kunstwerke“, die Dietmar Wolf eigens für die Inszenierung von „Nipplejesus“ geschaffen hat. Eine kleine Figurengruppe, die aussieht, wie aus Speckstein, aber aus Kunststoff ist und die Skulptur „Mückenstürmer“, für die Wolf in Bad Hersfelder Geschäften zusammengetragen hat, was ihm besonders bunt und schräg erschien. 

Fliegenklatschen, Teleskopstaubwedeln oder Degenklingen, die mit Klaviersaiten zu Bögen gespannt wurden, können bewegt und während des Stückes genutzt werden. Dazu gibt es Licht- und Soundeffekte, führt er vor. Zurzeit wird bei den Festspielen darüber nachgedacht, die Skulptur zugunsten eines Umweltschutzprojektes zu versteigern.

Karten für das hintersinnige Stück, das am Freitag und Samstag noch einmal gezeigt wird, gibt es noch zum Preis von 18 Euro an der Abendkasse. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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