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Linggschule betreibt multifunktionalen Anbau

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Von: Daniel Blöthner

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Der multifunktionale Anbau an der Bad Hersfelder Lingg-Schule dient hauptsächlich der Betreuung.
Der multifunktionale Anbau an der Bad Hersfelder Lingg-Schule dient hauptsächlich der Betreuung. © Daniel Blöthner

Zufrieden und entspannt betreten die Schüler der Frühbetreuung jeden Morgen den neuen Anbau der Lingg-Schule. Das ist eine Beobachtung von Schulleitung Claudia Meyer. Auch nachmittags wird der Anbau rege genutzt. Etwa ein Drittel der Schüler nutzt ein Betreuungsangebot. Zuvor standen den Schülern nur etwa 1 ½ Räume zur Verfügung. Jetzt sind es vier. 

Der eingeschossige, barrierefreie Anbau wurde vorrangig für die gestiegenenen Schülerzahlen und für die Ganztagsbetreuung der Linggschule angebaut. Die Linggschule hat zur Zeit 300 Schüler.

Einer der Räume ist etwa 52m² groß, die anderen drei rund 62m². Zudem ist ein Betreuungsraum an eine 44m² große multifunktionale Betreuungsfläche angebunden. Zwei verschiebbare Trennwände ermöglichen hier unterschiedliche Raumkonzepte, um sich stets den Erfordernissen anzupassen und auch eine große Aula anzubieten. „Die Kinder mögen den großen Freiraum, wo sie auch mal eine Bahnstrecke aus Holzteilen aufbauen können”, lobt Meyer den gewonnenen Platz, „wir freuen uns, dass wir den Kindern mehr Raum geben können. Für viele Dinge, die wir über den Förderverein finanzieren konnten, ist jetzt auch Platz. Zusammen mit dem Jahnpark ist das hier ein großes Los für die Kinder.”

Auch Elternabende werden in Zukunft im Anbau abgehalten. Dafür soll noch ein Beamer angebracht werden. Regale für Ranzen und Rucksäcke stehen neben jedem Raum bereit und sind teilweise auf Rollen. Des Weiteren wurde ein Raum für Gruppen- und Einzeltherapien im Bereich der Sozialarbeit geschaffen.

Die neu angelegten Räumlichkeiten können am Vor- sowie Nachmittag multifunktional genutzt werden. Ebenfalls im Gebäude befindlich sind sanitäre Einrichtungen sowie ein Abstellraum. Aufgrund der Entwicklung der hohen Schülerzahlen, dem steigenden Bedarf weiterer Klassenräume und geplanten Beitritt zum Programm „Pakt für den Nachmittag” ab dem Schuljahr 2022/2023 soll das Betreuungsangebot in absehbarer Zukunft noch intensiver genutzt werden.

Der gesamte Anbau ist mit einer Akustikdecke ausgestattet sowie Fußbodenheizung und automatischem Licht per Bewegungsmelder. Große Fenster ermöglichen zudem das Arbeiten bei reichlich Sonnenlicht, was die Nachhaltigkeit und die gewollte Stromersparnis weiter unterstreicht.

Baustart war am 20. September 2020. Seit August 2021 ist das Gebäude in Betrieb. In weiteren Schritten soll der Zuweg zum Anbau neu gemacht werden sowie zwischen acht und zehn weiteren Parkplätzen geschaffen werden. Der Wegfall der Jugendverkehrsschule, die sich vorher teilweise auf dem Areal des Anbaus befand, hat mit diesem neuen Gebäude aber nichts zu tun, da sie schon zuvor nach Bebra umzog, so Meyer.

Einschränkungen gab es für die Schüler laut Meyer wenige bis gar keine. „Es gab eher viel zu gucken während den Bauarbeiten”, fasst sie rückblickend zusammen. Aktuell arbeiten fünf Betreuungskräfte in dem Anbau sowie Lehrer der Hausaufgabengruppen.

Die Gesamtkosten betragen 1.220.000 Euro, wovon 1 Mio. Euro über das Kommunale Investitionsprogramm II des Landes Hessen finanziert wurden. Architekt Peter Bögge aus Alheim war für die erste Planung verantwortlich. Alles Weitere lief über Ausschreibungen des Landkreises, wodurch neben heimischen Firmen auch Unternehmen aus Bremen, Münster oder Flatow mitwirkten.

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