Bahnhofstraße in Cornberg: Hoffen auf Zuschuss

+
Muss dringend saniert werden: Die Bahnhofstraße in Cornberg, die auch Zufahrt zum Industriegebiet ist.

Cornberg. Einstimmig haben sich die Mitglieder des Cornberger Haupt- und Finanzausschuss dafür ausgesprochen, die Bahnhofstraße in Cornberg zu sanieren und einen entsprechenden Antrag beim Land zu stellen, um Zuschüsse dafür zu bekommen.

In der Straße, über die auch der Verkehr zu zwei großen Industriebetrieben führt, und die in einem desolaten Zustand ist, müssen ohnehin Wasser- und Kanalleitungen erneuert werden. Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) hat das Projekt in seiner Planung bis 2017 vorgesehen, berichtete Bürgermeister Achim Großkurth, der derzeit Verbandsvorsitzender ist. Deshalb sei es sinnvoll, die Arbeiten in einem Guss vorzunehmen.

Stefan Morgenthal vom Planungsbüro KMO in Meinhard stellte den Ausschussmitgliedern das Projekt vor. Auf 400 Metern Länge sollen die Leitungen neu verlegt und die Straße neu aufgebaut werden. Eine 65 Zentimeter dicke Oberschicht muss dann neu aufgebracht werden. Allein für den Straßenbau mit Fußweg muss mit 340 000 Euro gerechnet werden. Teuer wird vor allem die Entsorgung des aktuellen Oberbaus, weil der noch mit Teer belastet ist. Somit fallen viele Tonnen Sondermüll an.

Auch die Anlieger würden bei der Sanierung zur Kasse gebeten. Einzelheiten wurden noch nicht genannt. Zunächst ging es darum, das Projekt überhaupt zügig auf den Weg zu bringen, weil die Anträge auf Zuschüsse bis zum 30. September gestellt sein müssen.

Der WAZV hat auch die Erneuerung der Leitungen in der Ortsdurchfahrt Königswald, der Kreisstraße 51, auf einer Länge von 650 Metern vorgesehen. Das Planungsbüro konnte allerdings nicht aktiv werden, da die Straße noch nicht vermessen war, berichtete dessen Geschäftsführer Morgenthal.

Die eigentliche Straßensanierung muss vom Kreis finanziert werden. Die Gemeindevertretung hatte schon 2013 Geld für die Planung ihres Anteils im Haushalt eingestellt, berichtete Achim Scholz, der Vorsitzende des Gremiums. Passiert sei seitens des Kreises aber nichts.

Aktuell gibt es laut Bürgermeister eine Planungsvereinbarung zwischen Kreis und Planungsbehörde Hessen Mobil sowie den Hinweis an die Gemeinde, ihr Anteil am Bauprojekt werde etwa 150 000 Euro betragen. Dies sollte im Haushaltsplan 2016 berücksichtigt werden. Großkurth rätselt noch, wie diese Summe zustande gekommen ist.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.