Bauen auf engem Raum

Arbeiten am alten HZ-Haus in der Fußgängerzone gehen voran

In bester Stadtlage: Das alte HZ-Verlagshaus an der Klausstraße in der Bad Hersfelder Fußgängerzone wird zurzeit umgebaut.
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In bester Stadtlage: Das alte HZ-Verlagshaus an der Klausstraße in der Bad Hersfelder Fußgängerzone wird zurzeit umgebaut.

Trotz der schwierigen Lage der Baubranche und der überall bestehenden Lieferengpässe schreiten die Arbeiten am alten HZ-Haus in der Bad Hersfelder Klausstraße wie geplant voran.

Bad Hersfeld – Architekt Frank Dorbritz und seine Tochter Freya Dorbritz sprechen aber von einem „Kraftakt“, zumal das Projekt nur in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu realisieren sei.

Wie berichtet, hatte der Unternehmer Martin Knauff gemeinsam mit seinem Sohn Daniel das alte Verlagshaus der Hersfelder Zeitung gekauft. Sie wollen dort in einem „gemischten Bau“ Gewerbeflächen mit neuem Wohnraum verbinden. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des vierstöckigen Hauses an der Klausstraße sind Gewerbeflächen für Branchen des Dienstleistungssektors geplant.

Insgesamt 17 barrierefreie Wohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmetern entstehen in dem knapp 3000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Komplex, die teils vermietet und teils verkauft werden sollen. Über die künftige Nutzung der Flächen und potenzielle Mieter wollte Dorbritz in Absprache mit Knauff noch keine Angaben machen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Rekonstruktion der „Zuckerschen Fassade“ aus den 1920er und -30er Jahren nach den ursprünglichen Entwürfen des Berliner Architekten Paul Zucker dar. „Bei der Rekonstruktion haben uns alte Aufnahmen aus dem Archiv der Hersfelder Zeitung sehr geholfen“, berichtet Freya Dorbritz. „Wir mussten zwar einige Kompromisse machen, aber wir nähern uns der ursprünglichen Fassade“, ergänzt Frank Dorbritz. In Detail-Abstimmung mit der Denkmalbehörde soll die Originalfassade ohne bauliche Zusätze späterer Jahre wiederhergestellt werden.

Unterdessen schreiten die Rohbauarbeiten zügig voran. Das Innenmauerwerk in den Räumlichkeiten zur Badestube hin, sei inzwischen in den ersten beiden Obergeschossen nahezu fertiggestellt, sodass man einen ersten Eindruck von der künftigen Raumaufteilung erhält. Witterungsbedingt verzögere sich der Rückbau der Dachflachen etwas, weshalb die Arbeiten im Dachgeschoss erst in neuen Jahr beginnen. Eine besondere Herausforderung stellten die begrenzten Platzverhältnisse in der Bad Hersfelder Fußgängerzone dar. Um günstige Preise zu sichern und Materialknappheit vorzubeugen, werden größere Mengen an Baustoffen auf Vorrat geordert und zwischengelagert.

Auch deshalb ist man im Architekturbüro Dorbritz trotz der schwierigen konjunkturellen Lage zuversichtlich, dass der Bau Anfang 2023 fertig wird.   kai/nm

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