Protest in Wiesbaden: Forderung nach Übernahme des Tarifergebnisses der Angestellten

Beamte im Warnstreik gegen Nullrunde

Protestierten gegen die Nullrunde: Rosemarie Schrader-Klodt (von links), Armin Luft, Wolfgang Artelt und Cornelia Kallenbach demonstrierten in Wiesbaden. Foto: nh

Wiesbaden/Hersfeld-Rotenburg. Dem Aufruf zum Warnstreik in Wiesbaden sind gestern auch zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer sowie Polizeibeamte aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg gefolgt.

Gerda Körzell (Bad Hersfeld) aus dem hiesigen Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußerte sich im Anschluss zufrieden. Sie sprach von einer kämpferischen Aufbruchstimmung.

Etwa 5000 Demonstranten waren nach Angaben der Polizei gestern in zahlreichen Bussen angereist, um ihrem Unmut Luft zu machen, obwohl das Streikrecht Beamten immer wieder abgesprochen wird.

Gegen die 42-Stunden-Woche

Sie wehren sich gegen eine Nullrunde bis Mitte 2016 und die bislang bestehende 42-Stunden-Woche. Angestellte des Landes arbeiten 40 Stunden und erhalten in diesem und im kommenden Jahr jeweils zwei und 2,4 Prozent mehr Gehalt. Die Koalition aus CDU und Grünen will die Tariferhöhung für die Angestellten des Landes jedoch nicht auf die Beamten übertragen.

Man behalte sich disziplinarrechtliche Schritte gegen streikende Beamte vor, hieß es vonseiten des Ministeriums. Zum regelrechten Warnstreik hatte der GEW-Landesvorstand seine Mitglieder aufgerufen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Rudolph vom DGB Hessen-Thüringen. (ank)

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