Ressourcen sollen noch intensiver genutzt werden

K+S beauftragt weitere Studie zur Salzwasser-Reduzierung

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Einleitstelle am Standort Hattorf.

Hersfeld-Rotenburg. Mit der Erarbeitung eines zusätzlichen Konzepts zur Gewinnung weiterer Produkte aus der Aufbereitung von Salzabwässern hat die K+S KALI GmbH die K-UTEC Salt Technologies AG aus Sondershausen beauftragt.

Laut Pressemitteilung des Unternehmens soll K-UTEC in einem ersten Schritt ein Konzept entwickeln, wie aus Prozess- und Haldenwässern der Werke Werra und Neuhof-Ellers zusätzliches Kaliumsulfat hergestellt werden kann.

Bei positivem Ausblick solle in einem zweiten Schritt eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, die die technischen und wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt. Ergebnisse sollen nach Einschätzung von K+S in einem Jahr vorliegen.

K+S hatte bei Fertigstellung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz, mit dem das Abwasseraufkommen des Werkes Werra halbiert worden war, zugesagt, weitere Anstrengungen zur Salzabwasservermeidung zu unternehmen. Neben dem Bau der KKF-Anlage am Standort Hattorf und anderen Maßnahmen zur Abwasserreduzierung intensivierte das Unternehmen auch die Suche nach neuen Produktionsverfahren. Dazu Dr. Rainer Gerling, Geschäftsführer der K+S KALI GmbH: „Zusätzlich zum Wissen unserer eigenen Experten im Analytik- und Forschungszentrum wollen wir auch fremdes Know-how nutzen, um unsere Produktionsverfahren noch effizienter und umweltschonender zu machen. Wir sind zuversichtlich, dass wir dafür mit K-UTEC, die wir aus langjähriger Zusammenarbeit gut kennen, einen kompetenten Partner haben.“

Bereits 2011 hatte K-UTEC für K+S erste Vorschläge erarbeitet, mit denen die Salzabwässer der Werke Werra und Neuhof-Ellers reduziert werden könnten. Da sich zwischenzeitlich die Rahmenbedingungen, etwa durch das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz, grundlegend geändert hätten, sollten in der neuen Studie die zukünftig geltenden Prämissen abgebildet werden. Dies betreffe vor allem Aufkommen und Zusammensetzung der Prozess- und Haldenwässer nach Fertigstellung der KKF im Jahr 2018, teilt das Unternehmen mit.

Im Mittelpunkt der Überlegungen  stehe das Ziel, durch weitere Aufbereitungsschritte die in den Salzabwässern noch vorhandenen Wertstoffe so vollständig wie möglich zu gewinnen und für die Herstellung von Produkten zu nutzen. Damit würde der Salzabstoß weiter verringert werden.

Eine große Herausforderung bei der Aufbereitung stellten dabei die vergleichsweise geringen Wertstoffgehalte in den Salzlösungen dar. Das zu erstellende Konzept müsse daher zu einem Verfahren hinführen, mit dem diese geringen Wertstoffkonzentrationen bei vertretbarem Aufwand gewonnen werden können. "Dann wäre es sowohl wirtschaftlich nutzbar als auch ökologisch sinnvoll", heißt es in der Pressemitteilung von K+S.

Neben der jetzt beauftragten Konzeptstudie betreibt K+S eine Reihe weiterer Forschungsprojekte, die sich insbesondere der Prozessoptimierung sowie dem Umweltschutz widmen. Den Schwerpunkt dieser Arbeiten bildet seit langem das unternehmenseigene Analytik- und Forschungszentrum in Unterbreizbach (Wartburgkreis), in dem mehr als 90 Wissenschaftler, Ingenieure und Fachkräfte tätig sind. Intensiv werden laut K+S  mit einem externen Partner auch die Einsatzmöglichkeiten der Nano-Membranfiltration geprüft.

Zusätzlich sei K+S an der neu gegründeten Arbeitsgruppe „Salzreduzierung“ der Flussgebietsgemeinschaft Weser beteiligt, die sich der Reduzierung der Salzeinträge in Werra und Weser widmet. (red/jce)

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