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Bebauungsplan für Wohnungsbau im „Tanzgarten“ wird aufgestellt

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Von: Thomas Klemm

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Noch liegt der „Tanzgarten“ Ronshausen im Winterschlaf, aber schon bald könnte hier das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Gestalt annehmen. Die Gemeindevertreter brachten jetzt den Bebauungsplan auf den Weg.
Noch liegt der „Tanzgarten“ Ronshausen im Winterschlaf, aber schon bald könnte hier das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Gestalt annehmen. Die Gemeindevertreter brachten jetzt den Bebauungsplan auf den Weg. © thomas klemm

Der Ronshäuser „Tanzgarten“ in seiner neuen Rolle als Bebauungsgebiet gewinnt weiter an planerischem Profil. Im Frühjahr dieses Jahres waren die ambitionierten Pläne zur Errichtung eines Mehrgenerationen-Wohnprojektes in der seit Jahren beinahe ungenutzten Parkanlage öffentlich vorgestellt worden.

Ronshausen – Im Herbst hatte die Gemeinde das Grundstück für 70 000 Euro an eine Bad Hersfelder Firma verkauft. Nun folgte der nächste Schritt zur Verwirklichung dieses ambitionierten Projektes. In ihrer Sitzung am Donnerstagabend votierten die Gemeindevertreter einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 20 „Tanzgarten“.

Die Aufstellung eines eigenen Bebauungsplanes für dieses Terrain macht sich notwendig, weil sich das Wohnprojekt an der Eisenacher Straße „aufgrund der geplanten intensiven baulichen Nutzung ... nach Aussage der Bauaufsichtsbehörde beim Landkreis hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung nicht in die Bebauung der näheren Umgebung einpasst“, heißt es zur Begründung in der Beschlussvorlage.

Auf gut Deutsch: Das geplante Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf dem 2410 Quadratmeter großen Gelände „sticht“ die Häuser in der unmittelbaren Umgebung an Größe und Erscheinungsbild aus. Deshalb ist der Beschluss über den Bebauungsplan notwendig, damit das Projekt forciert werden kann. Die Kosten für diesen Plan übernimmt der Investor, die ISB Projekt GmbH Bad Hersfeld. Auch das steht in der Begründung der Beschlussvorlage. „Der Investor erklärt sich bereit, mit der Gemeinde Ronshausen einen städtebaulichen Vertrag bezüglich der Übernahme aller Planungsleistungen, erforderlich werdender Gutachten, der Sicherung der Erschließung, der Ausgleichs- und Ersatzzahlungen und Investitionskosten abzuschließen“, heißt es konkret.

Die Ronshäuser Gemeindevertreter sind sich weiterhin einig, dass dieses Wohnprojekt eine gute Sache für Ronshausen sei. „Ein großartiges Projekt wirft seine Schatten voraus“, freute sich Ronshausens Bürgermeister Markus Becker (CDU) während der Parlamentssitzung. „Wir haben das Glück, dass ein Investor vor der Tür steht. Der Aufstellungsbeschluss müsste also eine reine Formalie sein,“ vermutete er vor der Abstimmung. Das sahen die Gemeindevertreter, wie übrigens zuvor schon die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, genauso und votierten geschlossen und ohne Diskussion für die Bebauungsplan-Aufstellung. Fragen kamen dabei kaum noch auf. Lediglich WGR-Fraktionschef Reinhard Brandau hatte eine Nachfrage in Sachen Parkplätze, die vom Bürgermeister beantwortet werden konnte. Brandau war es auch, der die Arbeit des aus Ronshausen stammenden und seit 2008 in Wien arbeitenden Architekten Kai Merkert noch einmal gewürdigt wissen wollte. „Dieser Mann ist ganz wesentlich daran beteiligt, dass das Projekt hier bei uns verwirklicht werden kann.“

Merkert hatte in ehrenamtlicher Arbeit zahlreiche Bauvariationen erstellt und außerdem eine Imagekampagne in den Sozialen Medien gestartet. Die Früchte dieser uneigennützigen Tätigkeit des Wahl-Österreichers wachsen nun heran.

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