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Brand in Mehrfamilienhaus – Person wird vermisst

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Im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Bebra bricht ein Feuer aus.
Im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Bebra bricht ein Feuer aus. © TVNews-Hessen

In Bebra steht am Samstagabend (26.03.2022) ein Mehrfamilienhaus in Flammen. Eine Person wird derzeit vermisst. Schon am Morgen soll die Polizei vor Ort gewesen sein.

Update von Sonntag, 27.03.2022, 11.21 Uhr: Knapp 14 Stunden nach dem Wohnungs- und Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses im osthessischen Bebra ist noch immer eine Person vermisst. Die Wohnung ist in Kürze betretbar und kann von den Spezialisten der Brandermittlung untersucht werden. Bislang gibt es noch keine neuen Erkenntnisse.

Da die Treppe im Treppenhaus durch das stark wütende Feuer eingestürzt ist, können die Brandermittler nur über den Balkon in
die völlig ausgebrannte Dachgeschosswohnung gelangen. Wie bereits berichtet, löste am Samstagmorgen in dem betroffenen Haus eine randalierende Person durch einen Beziehungsstreit einen Polizeieinsatz aus. Ob es sich bei dieser Person um die vermutlich noch immer vermisste Person handelt, machte die Polizei noch keine Angaben.

Dachstuhl in Bebra in Flammen: Feuerwehr rettet 16 Menschen aus Mehrfamilienhaus

Erstmeldung von Sonntag, 27.03.2022, 7.50 Uhr: Am Samstagabend (26.03.2022) wurde die Feuerwehr aus Bebra und Ortsteilen gegen 20.55 Uhr zu einem Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte einer nahegelegenen Feuerwache stand der Dachstuhl bereits im Vollbrand und meterhohe Flammen schlugen aus den Fenstern im Obergeschoss des dreistöckigen Mehrfamilienhauses.

Schon bei der Ankunft gab der Einsatzleiter der Feuerwehr Vollalarm und auch die Drehleiter der Feuerwehr aus Rotenburg wurde alarmiert. Unmittelbar vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte die Polizei aus dem betroffenen Haus 16 Personen evakuiert und dem Rettungsdienst übergeben.

Wohnhausbrand in Bebra: Bewohner in Gaststätte untergebracht

Nach einem Gesundheitscheck durch den Rettungsdienst und zwei Notärzten wurden die evakuierten Personen in einer Gaststätte gesammelt und von der Stadt für die Nacht untergebracht. Eine Person musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren werden. Unter Atemschutz kämpften sich die Feuerwehrleute über das stark verqualmte Treppenhaus bis zum Wohnungseingang vor, konnten aber aufgrund der heftigen Flammen im Obergeschoss die Wohnung nicht betreten und mussten sich wieder zurückziehen.

Kurze Zeit später stürzte die Treppe zwischen der zweiten und dritten Etage ein und die weiteren Löscharbeiten waren nur noch über die Drehleiter möglich. Durch den massiven Einsatz von Löschmitteln konnten die Feuerwehrleute aber verhindern, dass sich das Feuer über das Dach zum Nachbargebäude ausbreiten konnte. Während der Löscharbeiten rutschten immer wieder glühende Dachziegel vom Dach und zerbarsten auf der Straße und dem Gehweg, während der Dachstuhl des alten Gebäudes teilweise zusammenbrach.

Wohnhausbrand in Bebra: Nachbar erzählt von Randale und Polizeieinsatz am Morgen

Nach circa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle und es mussten systematisch Glutnester gesucht und abgelöscht werden. Der Anwohner eines benachbarten Hauses erzählte an der Einsatzstelle, dass es bereits am Morgen einen Polizeieinsatz in dem Haus gegeben habe. Eine Person soll demnach randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen haben.

Ob es sich dabei um den Bewohner der Brandwohnung handelt, konnte die Polizei jedoch auf Nachfrage nicht bestätigen. Über den Verbleib oder Aufenthalt des Bewohners der Dachgeschosswohnung konnten keine Angaben gemacht werden. Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt und für die Brandursachenermittlung ist die Kripo in Bad Hersfeld informiert worden. Auch konnten noch keine Angaben zur Höhe des Sachschadens gemacht werden. Der Hausbesitzer aus Hamburg wurde von der Polizei über den Brand informiert. (yk)

Bei einem anderen Hausbrand in Bebra hat ein Bewohner versucht, das Feuer selbst zu löschen.

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