Bäcker aus dem Landkreis werden künftig in Fulda unterrichtet - Tiefbauer müssen nach Kassel

Ärger über weite Wege für Berufsschüler

Bebra. 29 Azubis zum Tiefbaufacharbeiter, die zurzeit in Bebra die Beruflichen Schulen besuchen, sollen ab dem Sommer ihr zweites Berufsschuljahr in Kassel absolvieren.

„Das ist ärgerlich, das muss nicht sein“, erklärte die Leiterin des Staatlichen Schulamts in Bebra, Anita Hofmann. „Es ist das Bestreben“, sagte Gerhard Finke, beim Schulamt für die Beruflichen Schulen verantwortlich, „die Schüler vor Ort zu halten“. Seit Jahren müssen regelmäßig 20 und mehr Schüler aus Bebra im 2. Jahr nach Kassel fahren. V

om Sprecher des Kultusministeriums, Stefan Löwer, hieß es unter anderem, die Klassen an der Arnold-Bode- Schule in Kassel seien anderenfalls im Bestand gefährdet. Auch die Strabag habe zugestimmt, dass die Schüler weiterhin das zweite Ausbildungsjahr dort zur Schule gehen. Die große Mehrzahl aller Azubis müsse fahren, die Zahlen schwankten jährlich und man könne nicht immer wieder Änderungen vornehmen.

Auch im Lebensmittelhandwerk gibt es Änderungen. Die hier stark gesunkene Zahl von Azubis führt dazu, dass Bäcker und Bäcker-Fachverkäuferinnen demnächst keine Berufsschulen im Schulamtsbezirk besuchen werden, zu dem die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner gehören. Die Bäcker-Azubis (zurzeit acht) und -Verkäuferinnen (25) aus Hersfeld-Rotenburg werden ab dem nächsten Schuljahr in Fulda zur Schule gehen, die Bäcker-Azubis (fünf) und -Verkäuferinnen (vier) aus Werra-Meißner in Kassel.

Das Fleischerhandwerk mit 15 Fleischern und 16 Verkäufer/innen in Hersfeld-Rotenburg bleibt an den Beruflichen Schulen in Hersfeld. Hier werden künftig auch die Fleischerberufe aus dem Raum Eschwege unterrichtet, diejenigen aus dem Raum Witzenhausen werden ebenfalls nach Kassel fahren müssen. In Werra-Meißer lernen zurzeit noch vier Azubis den Beruf des Fleischers, drei werden Fachverkäufer.

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Rubriklistenbild: © dpa

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