Erhebliche Corona-Einschränkungen

Auch in Bebra und Bad Hersfeld sind die Freibäder bereit

+
Ab heute dürfen mehr als die Füße ins Wasser: Unser Foto zeigt von links Maurice Hobert, Herbert Höttl, Gerald Mock und die kaufmännische Mitarbeiterin Janine Kurz am Beckenrand in Bebra.

Immer mehr Freibäder im Kreis Hersfeld-Rotenburg öffnen ihre Pforten. Aber nicht alles, was Spaß macht, ist auch erlaubt. 

Lange war nicht klar, wann und wie die Freibäder im Kreis Hersfeld-Rotenburg in Corona-Zeiten öffnen. Nun, nach wochenlangen Vorbereitungen für den verspäteten Saisonstart, sind die meisten Bäder bereit: Die Becken sind gefüllt, die Hygienekonzepte erstellt und verbotene Bereiche wie Kinderbecken mit Absperrband markiert. Es kann also losgehen. 

Mit dem großen Ansturm rechnen die Betreiber allerdings nicht. „Einige werden zögern, zu kommen“, sagt Betriebsleiter Herbert Höttl vom Bäderbetrieb. Das Biberbad in Bebra öffnet am heutigen Mittwoch, bis zu 300 Gäste dürfen sich maximal auf dem Gelände an der Annastraße aufhalten. „Das werden wir nur an ganz wenigen Tagen erreichen“, prognostiziert Höttl.

Die Temperatur stimmt

Am Dienstag wurde noch schnell der Rasen samt Liegewiese gemäht, das Wasser wurde in Bebra bereits vor drei Wochen eingelassen – genug Zeit, um durch einige sonnige Tage auf Betriebstemperatur zu kommen. „Sonst hätten selbst die Frühschwimmer gebibbert“, sagt Maurice Hobert und schaut auf die Anzeige des Thermometers, das er ins Wasser baumeln lässt: 23,8 Grad. Damit ist der Meister für Bäderbetriebe zufrieden.

Er und seine Kollegen haben viele Schilder angebracht, die an den Mindestabstand und die Maskenpflicht erinnern, und das Schwimmbecken im Biberbad zur Einbahnstraße gemacht. Eine zwischen zwei Bojen gespannte Leine teilt das Becken in zwei Hälften, geschwommen wird im Kreis und in eine Richtung.

Lieber nach und nach lockern

Die Öffnung richtet sich in erster Linie an alle, die das Schwimmen vermisst haben. „Diejenigen, die auch bei Regen hier stehen“, sagt Gerald Mock vom Bäderbetrieb am Beckenrand. „Alles, was Spaß macht, ist zu.“ Betroffen sind die Kinderbecken, die Sprungtürme. Das Volleyballfeld. Aber lieber nach und nach lockern, als das Angebot zurückfahren zu müssen, so das Credo in Bebra. 

Wasserratten können sich freuen: Die Vorbereitungen von Schwimmmeister Kay Thimet sind so gut wie abgeschlossen. Das Geistalbad in Bad Hersfeld öffnet Freitag, am Samstag folgen die weiteren Bäder des Betreibers. 

Ähnlich sieht das auch Kay Thimet, der Bäder in Bad Hersfeld, Kirchheim, Nentershausen, Philippsthal und Schenklengsfeld betreibt: „Wir haben die Besucherzahl erst mal etwas niedriger angesetzt. Spielplatz, Kiosk und Kinderbecken werden zuerst geschlossen bleiben. Wenn der Betrieb dann gut funktioniert, können wir das noch verändern.“ In den Bädern von Thimet wird nicht in einer Einbahnstraße geschwommen und der Aufenthalt nicht zeitlich begrenzt. Tickets können zum normalen Preis vor Ort erworben werden – auch Saisonkarten.

Getan, was möglich ist

Vieles haben der Betreiber und sein Team bereits erledigt, als noch nicht klar war, ob Bäder diese Saison überhaupt öffnen dürfen. Am Dienstag bereitete er noch einige Hinweisschilder vor. „Ein Infektionsrisiko können wir zwar nicht ausschließen, aber wir haben viel getan, es für unsere Besucher so gering wie möglich zu halten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.