1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Bebra

Aus Rasenfläche wird ein Erholungsort: Multifunktionsplatz in Weiterode geplant

Erstellt:

Von: Thomas Klemm

Kommentare

Den Fördermittelbescheid für den Multifunktionsplatz in Weiterode übergab vor Ort Landrat Torsten Warnecke (Zweiter von links) an Bebras Bürgermeister Stefan Knoche (links). Bei der Übergabe dabei waren (ab Dritte von links) die Landtagsabgeordnete Karina Fissmann (SPD), Stadträtin Andrea Stockmayer, die Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel (Grüne), Elke Vogt vom Ortsbeirat Weiterode, der Ortsvorsteher Andreas Nölke sowie die Mitarbeiter des Bau- und Planungsamtes Bebra, Markus Knobl und Jens Meister.
Den Fördermittelbescheid für den Multifunktionsplatz in Weiterode übergab vor Ort Landrat Torsten Warnecke (Zweiter von links) an Bebras Bürgermeister Stefan Knoche (links). Bei der Übergabe dabei waren (ab Dritte von links) die Landtagsabgeordnete Karina Fissmann (SPD), Stadträtin Andrea Stockmayer, die Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel (Grüne), Elke Vogt vom Ortsbeirat Weiterode, der Ortsvorsteher Andreas Nölke sowie die Mitarbeiter des Bau- und Planungsamtes Bebra, Markus Knobl und Jens Meister. © thomas klemm

Ellis Saal, im Bebraer Ortsteil Weiterode gelegen, erweist sich nicht nur in Sachen Veranstaltungsort als Glücksfall mit hohem Anziehungspotenzial. Nun trägt der Saal, der auch Dorfgemeinschaftshaus ist, dazu bei, dass in der Lindenstraße eine bisher private Grünlandfläche zu einem Multifunktionsplatz für Jung und Alt aufgewertet werden kann

Weiterode – Wie das? Weil es in der Lindenstraße verkehrstechnisch gesehen immer eng zugeht, wenn in Ellis Saal etwas los ist, machte man sich in Weiterode und im Rathaus Bebra Gedanken darüber, wie man dieses Problem entschärfen könnte. Herausgekommen ist die Idee eines Multifunktionsplatzes in der Lindenstraße, auf deren hinteren Teil einige Parkplatzflächen installiert werden. Die seien allerdings „nur“ ein Nebeneffekt der Umgestaltungsmaßnahme. In erster Linie möchte man im Stadtkern von Weiterode eine Naherholungsfläche schaffen, die allen Einwohnern zugute kommt und die das gesamte Areal zwischen Ellis Saal und dem Domizil des Obst- und Gartenbauvereins aufwertet. Deshalb fand das Projekt auch Eingang in die Planungen zur Dorferneuerung.

„Ziel der Stadt Bebra und des Ortsbeirats Weiterode war es, einen generationsübergreifenden Aufenthaltsort zu schaffen. Der Platz in der Lindenstraße hat neben seiner Idylle auch eine gewisse Zentralität“, sagte Bebras Bürgermeister Stefan Knoche beim Vor-Ort-Termin.

Noch liegt die bisher in Privatbesitz befindliche Grünfläche im „Dornröschenschlaf“. Das soll sich ändern. Entstehen kann hier nun ein ansprechend gestalteter Begegnungsplatz mit zahlreichen Attraktionen. Geplant sind zwei große Holzliegen und eine Sitzgruppe mit mehreren Bänken. Abgegrenzt werde der Platz durch Sandsteine. Weitere Attraktionen des Platzes sollen ein Insektenhotel, mehrere Hochbeete, ein Vogelhaus, Sträucher, ein Stellplatz für Fahrräder sowie eine Schotterrasenfläche sein, auf der man Spiele wie Boule oder Wikinger-Schach spielen könne, steht in den Planungsunterlagen.

Durch die Umgestaltung werde vor allem das öffentliche Grünflächenangebot und der damit verbundene Aufenthaltscharakter als auch die biologische Vielfalt im Dorfkern von Weiterode gefördert, hieß es. In Sachen Pflanzenvielfalt wollen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins kräftig mitwirken. Ihr Vereinsheim liegt vis-a-vis des zukünftigen Multifunktionsplatzes. Die Vereinsmitglieder haben das Aufgabenfeld damit immer vor Augen. An Ideen, wie die Grünfläche umgestaltet werden könnte, mangelt es ihnen gewiss nicht. Elke Vogt vom Ortsbeirat und Ortsvorsteher Andreas Nölke dürfen hoffen, dass „der Platz in Zukunft der Dorfgemeinschaft als Freizeit- und Erholungsort dient und damit die Kultureinrichtung Ellis Saal sinnvoll ergänzt“.

Die politischen und finanziellen Weichen dafür sind gestellt. „Das Grundstück wird durch die Stadt Bebra erworben. Das leerstehende, marode Gartenhaus wird durch die Kommune abgerissen“, informierte Bürgermeister Knoche. „Das Projekt wird aus Mitteln der Dorfentwicklung des Landes Hessen in Höhe von 92 940 Euro und aus städtischen Mitteln in Höhe von 32 309 Euro gefördert und finanziert. Als Gesamtsumme sind 125 249 Euro laut Kostenfeststellung im Magistratsbeschluss veranschlagt.“

Den Fördermittelbescheid brachte Landrat Torsten Warnecke. „Es gibt für dieses Projekt richtig viel Geld, bei der stattlichen Förderung von neunzig Prozent. Das ist wirklich nicht schlecht.“ Reizvoll sei, dass die Grünfläche zu einem Treffpunkt für Jung und Alt werde. Und auch, dass hier Bienen ein neues Zuhause finden sollen.

Auch interessant

Kommentare