Widerstand würdigen

Ausstellung über Adam von Trott geplant

Schnappschuss aus dem Jahr 1944: Adam von Trott zu Solz. Foto: Stiftung Adam von Trott Imshausen/nh

Imshausen. Der im „Dritten Reich“ getötete Widerstandskämpfer Adam von Trott bekommt eine Dauerausstellung in Imshausen. 

Wie die Stiftung Adam von Trott mitteilt, wird die Historikerin Dr. Katrin Pieper vom Ausstellungsbüro „Die Exponauten“ aus Berlin das Konzept während des Imshäuser Jahrestreffens vorstellen. Das Jahrestreffen findet statt am Samstag, 1. September, ab 16.30 Uhr im Herrenhaus in Imshausen.

Für die Stiftung Adam von Trott geht mit der Dauerausstellung ein „lang gehegter Wunsch“ in Erfüllung, wie die Stiftung mitteilt. Das Ausstellungskonzept ziele auf eine Würdigung Adam von Trotts als zentrale Figur des deutschen Widerstandsnetzwerkes, auf die Förderung eines gegenwärtigen Diskurses über die Bedeutung von Widerstand, Solidarität und politische Haltung für die Gesellschaft. Imshausen als Ort der gegenwarts- und zukunftsorientierten Debatte werde damit gestärkt. „So wirkt die zukünftige Ausstellung als Plattform der politischen Bildung mit historischem Thema und gegenwartsbezogener Zielrichtung“, teilt die Stiftung mit. Dabei beschränke sich die Ausstellung nicht auf die Ausstellungsfläche im Herrenhaus, sondern schreibe sich in Form von Stationen und Spuren im Park und weiteren Gebäudeteilen von Imshausen fort.

Der aus dem hessischen Rittergeschlecht aus Solz und Imshausen stammende Adam von Trott gehörte während des Nazi-Regimes zu den aktivsten und entschiedensten Widerstandskämpfern. Nach dem gescheiterten Attentat seines Freundes Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt. Von Trott wurde am 26. August 1944 im Alter von 35 Jahren im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die nach ihm benannte Stiftung hält die Erinnerung an Adam von Trott seit 1986 in Imshausen lebendig. (ses)

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