Drei Stunden Programm im Lokschuppen

BAP-Boss Wolfgang Niedecken in Bebra: Großer Rocker liefert „gigantisch“ ab

Sorgte in Bebra für Begeisterung: BAP-Boss Wolfgang Niedecken.
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Sorgte in Bebra für Begeisterung: BAP-Boss Wolfgang Niedecken.

Es ist ein besonderer Abend, den die Fans von Wolfgang Niedecken, bekannt als Boss der Band BAP, im Bebraer Lokschuppen erleben.

Bebra – Einen Abend der eher leiseren Töne, der Geschichten, des Ineinanderfließens von Kölsch-Rock und Bob-Dylan-Songs. Einen Abend des sentimentalen Erinnerns.

Es fängt schon damit an, dass Lokschuppen-Chef Matthias Bähr bei der Begrüßung erzählt, wie er vor genau 40 Jahren in Fulda, ins kalte Veranstalter-Wasser geworfen, sein allererstes BAP-Konzert auf die Beine gestellt hat, und wie stolz er darauf ist, dass Niedecken zum Abschluss seiner Tournee nach Bebra gekommen ist. Der Künstler selbst, inzwischen 70 Jahre alt, erinnert an BAPs Auftritt in der Eisenbahnerstadt im Jahr 1984 und fragt: „Wo ist nur die Zeit geblieben.“

Wie er zur Musik gekommen ist, damit beschäftigt er sich in einem Buch über Bob Dylan, das, an eine USA-Reise angelehnt, den roten Faden liefert für den gemeinsam mit seinem Freund und Pianisten Mike Herting gestalteten Abend.

Mittem im Song wechselt Niedecken vom Englischen ins Kölsche und wieder zurück

Im Lokschuppen sitzt der große Rockmusiker mit Brille, Hut, Gitarre und Mundharmonika auf einem Hocker an einem einfachen Tisch, auf dem eine Figur und eine Wasserflasche stehen und auf dem der Buchtexthefter liegt, aus dem er immer wieder vorliest. Der erste Song, „Sinnflut“, führt in die Kölner Südstadt, in der die Beatles und Bob Dylan Niedeckens schulische Laufbahn und sein ganzes Leben „in eine andere Richtung“ lenkten. Niedecken wechselt den Kontinent, bringt „Times“ und „Vill passiert“ und zwischendurch die Erkenntnis: „Die Dinge sind nie so einfach, dass ihnen mit Phrasen beizukommen wäre.“

Fans im Glück: Als Wolfgang Niedecken am 23. Oktober 1984 mit BAP in Bebra aufgetreten ist, war die Gilfershäuserin Manuela Borawsky mit 12 Jahren noch zu jung. Eine Kollegin hat ihr allerdings eine Originalkarte von 1984 geschenkt, die sich die Kindergärtnerin nach dem Konzertabend im gut gefüllten Lokschuppen signieren ließ. Ein Foto mit dem sehr nahbaren Idol gab es obendrauf.

Dann erfährt das Publikum, wie Wolfgang Niedecken seinen roten, mit Kunstleder überzogenen Quelle-Bass seinem Freund Hein vermacht hat, wie er vom Gitarristen zum Sänger wurde, wie er mit Bob Dylan seinen persönlichen Urknall erlebte: „Once upon a time …like a Rolling Stone“. Hier wie auch bei anderen Songs wechselt er vom Englischen ins Kölsche und wieder zurück. Kölsch pur und mit sehr viel Gefühl singt und spielt er dann sein erstes, beim Zivildienst in einer Altenbegegnungsstätte entstandenes und einer 93-jährigen Kirmesstandbetreiberin gewidmetes Lied: „Leev Frau Herrmanns“. Vor und bei „God on our Side“ geht es politisch und kritisch zu, bei „Goin Nowhere“ eine Strophe lang sogar bayerisch.

In der Pause nennt Elke Holstein aus Bebra es „gigantisch“, wie Niedecken Text und Musik mischt. Anja von Verschuer hört insbesondere den Geschichten gerne zu und Pfarrer Martin Schacht aus Bebra sagt: „ein wunderbarer Abend“. Weiterodes Ortsvorsteher Andreas Nölke lobt die Authentizität – die Veranstalter schenken sogar Kölsch aus.

BAP-Boss Niedecken begeistert im gut besetzten Lokschuppen in Bebra

Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel
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Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra.
Mit einem fast dreistündigen literarisch-musikalischen Special begeisterte BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken das Publikum im Lokschuppen in Bebra. © Wilfried Apel

In der zweiten Hälfte kommen neue Orte, Geschichten und Songs hinzu – zu viele, um sie aufzuzählen. Alle sind stark, und Pianist Mike Herting beweist sich als kongenialer Mitspieler. Beim tiefgründigen „Für immer jung“ schaut das Auditorium wie gebannt zur Bühne. Am Ende des dreistündigen Abends gibt es zu den 15 Songs zwei gefeierte Zugaben – zuletzt den „Christmas Blues“ – und den flammenden Appell Wolfgang Niedeckens, sich impfen zu lassen.

Hinter der Bühne sitzen die Künstler dann noch lange mit einem überglücklichen Matthias Bähr zusammen. „Alle waren äußerst angetan vom gesamten Tag, von der Location und von den Besuchern“, berichtet der Lokschuppen-Chef. (Wilfried Apel)

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